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Finanzspritze ebnet ländlichen Weg

VonMathias GreisertDank Sonderförderung aus Schwerin kann die Gemeinde Sukow-Levitzow kräftig in den Weg zwischen Bukow, Levitzow und Todendorf investieren ...

Straßenbau mit Nebeneffekt: Vom Landkreis zwar auch als Fahrradroute ausgewiesen, soll ein Großteil des oft nur schwer befahrbaren Wegs zwischen Bukow, Todendorf/Thürkow und Levitzow jetzt vor allem für Land- und Forstwirtschaft befestigt werden. [KT_CREDIT] FOTO: Mathias Greisert

VonMathias Greisert

Dank Sonderförderung aus Schwerin kann die Gemeinde Sukow-Levitzow kräftig in den Weg zwischen Bukow, Levitzow und Todendorf investieren – zumindest in einen Teil davon.

Levitzow/Todendorf.„Sobald wir das schriftlich haben, legen wir los.“ Mit Loslegen meint Walter Bommer, Bürgermeister der Gemeinde Sukow-Levitzow, zwar erst einmal nur die Ausschreibung, dann soll es aber doch recht schnell gehen an jenem Weg, der sich von Bukow kommend in Richtung Levitzow und Todendorf gabelt.
Wie das Schweriner Innenministerium jetzt bekannt gab, soll die Gemeinde für den Ausbau des ländlichen Weges knapp 192 000 Euro Förderung erhalten, etwa ein Drittel der geplanten Gesamtinvestition. Damit ist das Wegebauprojekt das größte Vorhaben in der Region Teterow, das aus der vierten Vergaberunde des 2012 aufgelegten Kofinanzierungsfonds des Landes gefördert wird.
Über den Kofinanzierungsfonds will Schwerin finanzschwachen Kommunen helfen, ihren Eigenanteil für Förderprogramme der Europäischen Union, des Bundes und des Landes aufzubringen. Noch bis 2016 stellt das Land dafür insgesamt 50 Millionen Euro zur Verfügung. Laut Innenministerium können die Kommunen mit einem Euro aus dem Sonderprogramm letztlich 4,80 Euro investieren. Landesweit sei so bisher für 137 kommunale Vorhaben mit einem Gesamtvolumen von 84 Millionen Euro der Weg frei gemacht worden.
Bis an die Schweinezuchtanlage in Todendorf sowie bis an die Landstraße in Levitzow soll die Verbindung nordöstlich von Teterow als Betonspurweg ausgebaut werden. Erstes Ziel sei, die Bedingungen für die Land- und Forstwirtschaft zu verbessern, erklärt Bürgermeister Bommer. Betonspuren seien den schweren Maschinen besser gewachsen als eine Asphaltstraße. Zudem seien durch die geringere Flächenversiegelung weniger Umwelt-Ausgleichsmaßnahmen nötig. Bau und spätere Unterhaltung würden dadurch günstiger. Außerdem: „Wir wollen ja durch unser Landschaftsschutzgebiet keine Umgehungsstraße für den Verkehr zwischen Teterow und Neukalen bauen.“ Deshalb werde der Weg mit einer Anlieger-Schranke als Sackgasse gestaltet, kündigt das Gemeindeoberhaupt an.
Zudem müssen die Bauarbeiten in Richtung Bukow vor dem als Bruch bekannten Waldstreifen halt machen. Wegen der besonders geschützten Schreiadler dort wäre ein sehr langwieriges Prüfverfahren zur Umweltverträglichkeit nötig gewesen, erläutert Walter Bommer. „Dann wären wir für den Sonderfonds vielleicht zu spät gekommen“, sagt er.
Für den Rest des Weges bis Bukow hofft die Gemeinde noch auf die Neuordnung der Flurstücke, die ebenfalls noch in diesem Jahr durchgeführt werden soll. Vielleicht, so orakelt der Bürgermeister, könne dann an dieser Strecke auch die Diskussion um einen Fahrradrundweg um den Teterower See noch einmal neue Fahrt aufnehmen.

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