Saniert

Forstleute ziehen in Marstall Ivenack ein

Über viele Jahre war unklar, was die Gemeinde Ivenack mit dem Mittelteil des Marstalls anfangen soll. 2018 fand man mit dem Forstamt einen interessierten Mieter.
Das Forstamt Stavenhagen zieht in den Mittelteil des Ivenacker Marstalls ein. Bürgermeister Roy Lüth öffnet die
Das Forstamt Stavenhagen zieht in den Mittelteil des Ivenacker Marstalls ein. Bürgermeister Roy Lüth öffnet die Tür für Forstamtsleiter Ralf Hecker. Eckhard Kruse
Früher standen englische Vollblüter und auch Napoleons Hengst Herodot im Ivenacker Marstall. Nun ist der Mitteilteil
Früher standen englische Vollblüter und auch Napoleons Hengst Herodot im Ivenacker Marstall. Nun ist der Mitteilteil zum Forstamtsverwaltung geworden. Eckhard Kruse
Die Büroräume sind wegen der Pandemie gesperrt. Doch Forstamtsleiter Ralf Hecker (rechts) und Bürgermeister Roy
Die Büroräume sind wegen der Pandemie gesperrt. Doch Forstamtsleiter Ralf Hecker (rechts) und Bürgermeister Roy Lüth zeigen schon einmal den Weg in die Forstverwaltung. Eckhard Kruse
Im Foyer des Marstalls ist noch zu erkennen, dass hier früher einmal englische Vollblüter und auch Napoleons Hengst
Im Foyer des Marstalls ist noch zu erkennen, dass hier früher einmal englische Vollblüter und auch Napoleons Hengst Herodot unterstanden. Eckhard Kruse
Der Ivenacker Marstall wurde einst um 1770 erbaut. Nun hat hier das Forstamt Stavenhagen seinen Sitz.
Der Ivenacker Marstall wurde einst um 1770 erbaut. Nun hat hier das Forstamt Stavenhagen seinen Sitz. Eckhard Kruse
Ivenack

Das war es in Gielow. Nach mehr als 30 Jahren zog das Forstamt Stavenhagen am Mittwoch mit Mann und Maus in den sanierten Marstall in Ivenack. „Wir haben unseren Sitz nun im Zentrum des Forstamtsbereichs, inmitten des Landeswaldes und auch vor Ort an unserem Schmuckstück, den Ivenacker Eichen“, sagte Forstamtsleiter Ralf Hecker. In Ivenack haben die Forstleute auch viel mehr Platz als in dem Eigenheim am Gielower Waldrand. „Ich freue mich für die Mitarbeiter, dass sie jetzt deutlich bessere Rahmenbedingungen haben“, sagte er. Die sieben Kollegen haben links und im Obergeschoss größere Räume, eine Küche und ein Archiv.

Sanierung ist fast abgeschlossen

Für die Gemeinde war es ein langer Weg. Im Januar 2019 begann die Sanierung, die in vielen Teilen nicht ganz einfach war. Vor allem die Salzmengen, die durch die Stallnutzung in den Boden kamen, machten den Bauleuten zu schaffen, erläuterte Benjamin Rätz vom Architekturbüro Kühn-von Kähne. Es mussten Spezialputze eingesetzt werden. Wegen starker Gerüche sei der Stallboden im Eingang doch aufgenommen worden. Verfaulte Dachbalken waren zu tauschen. „Dazu kamen massive Lieferschwierigkeiten“, sagte er. Die vor Monaten bestellten Innentüren seien immer noch nicht alle da. Spezialputz sei über Wochen nicht zu haben gewesen, so dass ganze Bauabläufe durcheinander kamen. Und dann sorgte Ende 2021 die 3G-Regelung am Arbeitsplatz für weitere Probleme. Es habe etliche Handwerker in Firmen gegeben, die sich nicht testen lassen wollten. Damit hätten die Firmen einen Mitarbeitermangel gehabt.

Einzug mit einem Jahr Verspätung

So gab es Verzögerungen. Das Forstamt konnte erst mit gut einem Jahr Verzug in seine Räume einziehen, sagte Bürgermeister Roy Lüth. Am Mittwoch und Donnerstag werde noch die Gielower Computertechnik angeschlossen, erläuterte Ralf Hecker. Die Kollegen von den Neubrandenburger Stadtwerken versicherten, dass nach einem Probelauf die Internet- und Telefonanschlüsse funktionieren sollten, so dass dem normalen Forstamtsbetrieb ab dem 17. Januar nichts mehr im Wege stehen sollte. „Ab kommenden Montag haben wir dann eine neue Anschrift. Am Schloss 9 in 17153 Ivenack“, sagte Ralf Hecker. Die neue Telefonnummer lautet: 039954 453000. Für den Notfall habe das Forstamt aber auch noch eine Rufumleitung von der alten Nummer in Gielow geschaltet.

In den Gemeinderäumen auf der rechten Seite entsteht gerade der Fußboden, so Benjamin Rätz. Darin könnten später auch die Forstleute größere Beratungen abhalten, so der Bürgermeister. Im Frühjahr wird das gesamte Objekt laut Rätz dann fertig gestellt sein. Dann fehle nur noch die Gestaltung der Außenanlagen. Der Antrag sei schon gestellt. Am Ende werden rund 2 Millionen Euro verbaut sein.

Für das Forstamt ist der Umzug aber nur ein erster Schritt. Das Eigenheim in Gielow bleibe erst einmal als Forsthof-Betrieb erhalten, so Hecker. Die Mitarbeiter und die Technik sollen dann später mit den Ivenacker Forstleuten Räume am geplanten Besucherzentrum am Tiergarten, dem „Eikboom-Hus“, bekommen.

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