Stadt geht auf junge Teterower zu
Freizeitareal am Stadtrand für die Jugend aufgemöbelt

Auf dem Bolzplatz im hinteren Teil des Teterower Stadtparkes haben die Kommunaltechniker zwei massive Unterstände für die Jugendlichen errichtet.
Auf dem Bolzplatz im hinteren Teil des Teterower Stadtparkes haben die Kommunaltechniker zwei massive Unterstände für die Jugendlichen errichtet.
Eberhard Rogmann

Die Jugend in Teterow soll sich nach vielen Beschwerden nicht mehr am Schulkamp treffen, sondern hinterm Stadtpark. Dafür wurde Geld locker gemacht.

Nigelnagelneu, aber doch schon eifrig genutzt. Den beiden Holzhütten auf dem Bolzplatz hinterm Stadtpark ist anzusehen, dass sie nicht verwaist in der Gegend stehen. Noch ist die Farbe frisch, Plastikband umhüllt Stützbalken des Daches und ins Holz sind keine Initialen geschnitzt. Bestimmt sind die Unterstände in der Hauptsache für die Jugendlichen. Sie sollen an dem Freizeittreff ein Dach überm Kopf haben. Dafür hat die Stadt etwas Geld in die Hand genommen, so Bürgermeister Andreas Lange. Mehr will er dazu öffentlichen nicht sagen. „Das ist ein sehr sensibles Thema“, begründet.

In der Tat sorgen Gruppen von Jugendlichen in der Stadt seit geraumer Zeit für Aufsehen. Besonders jene, die den Schulkamp zu ihrem Freizeittreff erkoren, hatten wiederholt Anstoß erregt. Zuerst waren es Beschwerden über ruhestörenden Lärm sowie die Vermüllung. Sogar gezündelt wurde dort. Letztlich rief das Treiben Ordnungsdienst und Polizei auf den Plan. Doch deren Möglichkeiten, Einfluss zu nehmen, waren beschränkt.

Es gibt durchaus Angebote für die Jugend

Bereits im Wahlkampf vor einem Jahr hatte Andreas Lange bekundet, dass eine Entschärfung der Probleme nur im Dialog mit den jungen Teterowern erfolgen könne. Diesen Weg hatte er nach seinem Amtsantritt als Bürgermeister beschritten. Dabei stellte Lange klar, dass der pauschale Vorwurf, die Jugendlichen hätten in der Stadt ja nichts, wo sie zusammenkommen könnten, nicht zutreffend ist. „Hunderte von Teenagern treiben Sport, musizieren, betätigen sich künstlerisch oder sind in kirchlichen Gruppen aktiv“, zählt Lange auf. Die Stadt unterstütze die entsprechenden Einrichtungen und Vereine jährlich mit zehntausenden Euro.

Es gibt indes Jugendliche, die dort nicht anzutreffen sind. Sie sollen deshalb nicht im Abseits stehen. Es müsse aber nicht gleich ein neuer Jugendklub geschaffen werden, weist die Stadtverwaltung solcherart Forderungen von der Hand. Zumal die Betreffenden das gar nicht wollten. Für die jetzt im Stadtpark aufgestellten Hütten erwartet man indes Zuspruch.