NAHVERKEHR

Für den neuen Busbahnhof legt Teterow den ersten Gang ein

Bahn und Bus sollen zusammenrücken. Das Projekt eines neuen Busbahnhofes nimmt Gestalt an. Die Stadt hat mit konkreten Planungen begonnen.
Die Baustelle am Bahnhof umfasst nur den Ausbau der Straße und des Vorplatzes. Der Bau eines Busbahnhofs wird hier frühestens 2020 beginnen.
Die Baustelle am Bahnhof umfasst nur den Ausbau der Straße und des Vorplatzes. Der Bau eines Busbahnhofs wird hier frühestens 2020 beginnen. Eberhard Rogmann
Teterow.

Angesichts einer Millionen-Investition nehmen sich 21.000 Euro sehr bescheiden aus. Doch alles Große muss klein beginnen. So auch ein neuer Busbahnhof, der in Teterow schon seit Längerem auf der Agenda steht. Dafür hat die Stadt den besagten, wenngleich bescheidenen Betrag lockergemacht. Und zwar für Planungsleistungen.

Genauer: die Vorplanung, wie Kämmerin Sigrid Schmaling gegenüber dem städtischen Finanzausschuss betonte. Bürgermeister Andreas Lange (parteilos) erläuterte, dass es darum gehe, einen zeitlichen Vorlauf zu schaffen. Die Stadt sei gut beraten, die Vorbereitungen so weit voranzutreiben, dass man zu gegebener Zeit die Förderanträge zügig stellen und im weiteren Verlauf die Ausschreibungen schnell auf den Weg bringen könne. In der Öffentlichkeit sei der Eindruck entstanden, dass alles so gut wie in Papier und Tüten sei und die Arbeiten unmittelbar bevorstünden.

Baufirmen lagern Material

Maßgeblich mag dazu eine Äußerung von Langes Vorgänger, Reinhard Dettmann beigetragen haben. Der scheidende Bürgermeister hatte kokettiert, er würde gern noch den ersten Spatenstich für den künftigen Busbahnhof führen. Davon konnte bislang zu keinem Zeitpunkt die Rede sein. Zwar ist der Güterbahnhof derzeit eine Baustelle, aber der Eindruck täuscht. Hier lagern die Baufirmen, die gerade den Bahnhofsvorplatz und die Bahnhofstraße erneuern, ihr Material und stellen die Maschinen ab.

Ohne eine verbindliche Zusage staatlicher Förderung sei an den Bau nicht zu denken, machte Bürgermeister Lange mit Hinweis auf das Investitionsvolumen von etwa einer Million deutlich. Aus eigener Kraft kann die Stadt ein solches Vorhaben nicht stemmen. Die Aussichten auf Förderung des Projektes sind indes sehr gut. Erst im Frühjahr hatte der Landkreis Rostock ein überarbeitetes Haltestellenkonzept beschlossen. Das wurde mit der Maßgabe erstellt, dass bis 2022 der öffentliche Nahverkehr barrierefrei zu gestalten ist. Bereits in den letzten Jahren sind dafür 15 Millionen Euro Fördermittel geflossen.

2019 sind die Planungen dran

Kämmerin Sigrid Schmaling steckte schon mal grob die Terminplanung ab: Im Jahr 2019 sollte die Planung erfolgen, sodass im Folgejahr mit den Bauarbeiten begonnen werden könnte. Die jetzt bereitgestellten 21.000 Euro waren im Haushalt nicht vorgesehen. Die Gelder wurden beim Bau der Parkplätze an der Regionalschule eingespart und belasten damit den Stadtetat nicht zusätzlich.

 

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