Entsorgungskosten steigen

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Für wen das Wasser im neuen Jahr teurer wird

Die Aufwendungen für die Abwasserreinigung im Teterower Klärwerk steigen. Im letzten Jahr standen Verluste zu Buche. Die Gebühren werden für 2019 kostendeckend angehoben.  
Die Aufwendungen für die Abwasserreinigung im Teterower Klärwerk steigen. Im letzten Jahr standen Verluste zu Buche. Die Gebühren werden für 2019 kostendeckend angehoben.
Eberhard Rogmann

Die drei Wasser-Versorger in der Mecklenburgischen Schweiz haben wieder mal nachgerechnet – mit ganz unterschiedlichen Ergebnissen beim Preis.

Zwei Wasserversorger in der Mecklenburgischen Schweiz werden zum Jahreswechsel an der Gebührenschraube drehen. Neben Dargun müssen sich nun auch die Einwohner im Altkreis Teterow auf höhere Abwassergebühren einstellen. Das kündigte Reinhard Dettmann, Vorsitzender des Zweckverbands Wasser/Abwasser Mecklenburgische Schweiz, auf der Versammlung am Dienstag an. Der Nachbarverband Malchin-Stavenhagen plant dagegen im neuen Jahr keine Erhöhungen. Hier waren die Preise aber auch erst zu Jahresbeginn angehoben worden.

Wie hoch der Anstieg in der Teterower Region für den Einzelnen ausfällt, ist noch offen. Den Verbandsmitgliedern wurden durch die Stadtwerke Teterow zwei Modelle vorgestellt. Auf einer Sondersitzung am 20. Dezember soll die Entscheidung für eine Variante fallen.

Defizit muss ausgeglichen werden

Hintergrund der Gebührenanhebung sind rote Zahlen bei der Abwasserentsorgung. 2017 rutschte dieser Bereich mit 82.000 Euro ins Minus. Das ist vor allem steigenden Preisen für Energie und die Klärschlammentsorgung geschuldet, macht Stadtwerke-Chef Hagen Frank Böhme deutlich. Da die Gebühren kostendeckend festgesetzt werden müssen, erfolgte eine neue Kalkulation für die nächsten drei Jahre.

Um das Defizit auszugleichen, bieten sich zwei Möglichkeiten an. Zum einen könnte der Grundpreis von 5,81 Euro je Abnehmer und Monat beibehalten werden. Dann müsste der Mengenpreis von derzeit 3,20 Euro je Kubikmeter netto auf 3,81 Euro angehoben werden. Variante 2 würde den Mengenpreis bei 3,20 Euro einfrieren und den Grundpreis von 5,81 Euro auf 9,90 Euro monatlich festsetzen. Das würde bedeuten, dass jeder Abnehmer künftig 118,80 Euro statt bisher 69,72 Euro an Grundgebühr im Jahr entrichtet, das sind 49,05 Euro mehr.

Trinkwasser soll teurer werden

Allerdings wird diese Preissteigerung etwas gedämpft durch die Entwicklung beim Trinkwasser. Diese Entgelte können für die nächsten drei Jahre gesenkt werden, von derzeit 1,29 Euro je Kubikmeter auf 1,17 Euro. „Für einen Ein-Personen-Haushalt würde die Ersparnis etwa 15 Euro ausmachen. In der Summe bedeute das aufs Jahr gesehen eine Kostensteigerung von 35 Euro“, so Böhme vor.

In Dargun wird sich die Grundgebühr beim Trinkwasser für Normalverbraucher um drei auf 62 Euro erhöhen. Die Verbrauchsgebühr steigt zudem von 60 auf 72 Cent pro Kubikmeter. Auch hier handelt es sich um Netto-Preise. Ein Zweipersonenhaushalt dürfte nach Berechnungen der Stadt damit mit etwa 15 Euro mehr Wassergeld pro Jahr zur Kasse gebeten werden. Auch beim Abwasser steigen die Preise, die Grundgebühr soll von 12 auf 30 Euro angehoben werden, der Kubikmeterpreis von 1,55 auf 1,63 Euro. Allerdings müssen die Stadtvertreter am 17. Dezember den neuen Preisen noch zustimmen.