NEBEN NUTZEN AUCH HOHER AUFWAND

Fusion bringt Bürgern Lauferei und Kosten

Anstehende Fusionen bescheren Einwohnern etlicher Dörfer erst mal Schreibarbeit, weil sich Adressen ändern. Manche Gemeinden sind da kulanter als andere.
Torsten Bengelsdorf Torsten Bengelsdorf
Duckow will mit Malchin fusionieren.
Duckow will mit Malchin fusionieren. Torsten Bengelsdorf
Duckow.

Die Zahl der Gemeinden in der Mecklenburgischen Schweiz wird sich im kommenden Frühjahr um drei reduzieren. Während sich Duckow mit Malchin zusammenschließt, wird sich auch die Gemeinde Walkendorf bei Gnoien vergrößern. Sie wird die Gemeinde Boddin und möglicherweise auch Lühburg aufnehmen, was sich allerdings erst heute Abend entscheiden wird.

Auf die Einwohner der drei Gemeinden, die ihre Eigenständigkeit aufgeben, kommt damit einiges zu. Sie müssen ins Einwohnermeldeamt, um sich einen neuen Adress-Aufkleber für den Personalausweis zu besorgen. „Bezahlen müssen sie das allerdings nicht“, versprach Malchins Stadtrat Theodor Feldmann den Duckowern. Anders sieht es bei den Fahrzeugpapieren aus, hier wird eine Gebühr fällig, die der Landkreis erhebt.

Kosten werden laut Fusionsvertrag erstattet

In dieser Hinsicht zeigt sich Walkendorf großzügig. Als aufnehmende Gemeinde übernimmt es die in der Güstrower Kraftfahrzeug-Stelle anfallenden Gebühren für die Umschreibung. So sehen es die Entwürfe zu den Fusionsverträgen vor. Den Einwohnern von Boddin und Lühburg sowie deren Ortsteilen bleiben diese Kosten somit erspart.

Dennoch bringt eine Fusion viel Schriftwechsel für die Menschen mit sich. Adressänderungen sind dann bei Banken, Versicherungen, Arbeitgebern und anderen Behörden anzuzeigen. Die Gemeinden, die ihre Eigenständigkeit verlieren, müssen zudem ihre Dorfstraße umbenennen, damit es davon künftig im Gemeindegebiet nicht gleich mehrere gibt.

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