NACH UNGLÜCK AM GARTENTEICH

Gemeinde sammelt für Familie des toten Ben (5)

Nach dem tragischen Tod des kleinen Ben will die Gemeinde Altkalen der Familie beistehen. Mithilfe von Spenden soll ein Stück weit Unterstützung gegeben werden auf den schweren Wegen, die jetzt zu gehen sind.
Die Bürger der Gemeinde Altkalen bei Gnoien sind geschockt und zutiefst berührt von dem tragischen Tod des fünfjährigen Ben, der in einen Gartenteich gefallen war. (NK-Bildmontage)
Die Bürger der Gemeinde Altkalen bei Gnoien sind geschockt und zutiefst berührt von dem tragischen Tod des fünfjährigen Ben, der in einen Gartenteich gefallen war. (NK-Bildmontage) © dayves - Fotolia.com
Kämmerich.

„Sie waren froh, dass ich kam. Es war gut, bei ihnen zu sitzen, einfach da zu sein“, sagt Renate Awe. Gleich am Sonnabend und am Sonntag war die Altkalener Bürgermeisterin bei der Familie des kleinen Ben, der am zurückliegenden Wochenende tödlich verunglückt ist. Der Fünfjährige war auf dem elterlichen Grundstück in einen Gartenteich gefallen. Renate Awe hatte noch am Freitagabend von dem Unglück gehört, auch, dass der Kleine reanimiert werden konnte und in die Klinik nach Rostock kam. „Ich habe gehofft, er schafft es.“ Am Sonnabend kam allerdings die traurige Nachricht. Der kleine Ben war gegen Mittag gestorben.

„Die Familie, Eltern und Bruder sollen wissen, dass sie nicht allein sind, dass da jemand ist, wo sie auch Fragen los werden und Hilfe bekommen können“, sagt die Altkalener Bürgermeisterin. Nach ihren Besuchen habe sie überlegt, im Namen der Gemeinde einen Spendenaufruf zu starten, um die Familie zu unterstützen. Mit den stellvertretenden Bürgermeistern stimmte sie das inzwischen ab. „Wir hatten so einen Fall ja noch nicht. Ich habe aber auch mit den Eltern darüber gesprochen“, sagt Renate Awe. Jetzt sollen Plakate gestaltet und in den Ortsteilen der Gemeinde ausgehängt werden. Auch das Internet soll für den Spendenaufruf genutzt werden. „Zutiefst erschüttert über den tragischen Tod möchten wir so die Angehörigen wenigstens ein bisschen unterstützen“, so die Bürgermeisterin.

Gartenteich ist 1,80 Meter tief

Die Familie sei noch gar nicht so lange in der Gemeinde zu Hause, erzählt sie. Sie war nach Kämmerich zugezogen, wollte aber richtig sesshaft werden. Über den fünfjährigen Ben hätten sich auch Nachbarn immer gefreut, wenn er eifrig mit seinem kleinen Fahrrad unterwegs war, weiß sie.

Am Freitagabend gegen halb sieben habe sich dann aber das Unglück ereignet. Der Fünfjährige sei nur kurze Zeit unbeaufsichtigt gewesen und war plötzlich weg. Überall wurde nach ihm gesucht. Dann habe der Stiefvater erst Schuhe an einem auf dem Grundstück angelegten Gartenteich stehen sehen und dann den Jungen entdeckt und ihn herausgezogen. Laut Polizei misst der Teich drei mal drei Meter und ist 1,80 Meter tief. Ben war nicht mehr ansprechbar. Der sofort angeforderte Notarzt konnte ihn reanimieren. Zur weiteren Behandlung ging’s mit dem Rettungshubschrauber zur Universitätsklinik nach Rostock. Der Zustand sei kritisch, hieß es. Dann musste das Klinikum mitteilen, dass Ben gestorben ist.

Freunde stehen der Familie bei. Sie hatten die Eltern am Wochenende auch nach Rostock gefahren. Ein – wie es laut Polizei in solchen Fällen üblich ist – von Amts wegen eingeleitetes Todesermittlungsverfahren läuft.

Die Gemeinde Altkalen hat jetzt den Spendenaufruf gestartet. Um ein Stück weit bei den schweren Wegen zu helfen, die jetzt zu gehen sind. Unterstützung ist möglich über das Konto des Amtes Gnoien mit der Angabe „Spende für Ben“ als Verwendungszweck.

Institut: Ostseesparkasse Rostock

IBAN: DE39 1305 0000 0765 1111 10,

BIC: NOLADE21ROS

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