POLIZEI

Was steckt hinter den Gerüchten um die Vergewaltigung in Stavenhagen?

Dass ein 37-Jähriger mittlerweile in U-Haft sitzt, lässt manchen Stavenhagener aufatmen. Der Mann ist als aggressiv und gewalttätig bekannt. Was er sich zuletzt leistete, machte das Maß offenbar voll.
Torsten Bengelsdorf Torsten Bengelsdorf
Ein Mann aus Stavenhagen, der schon häufig durch Gewaltdelikte aufgefallen ist, sitzt jetzt in Haft. Es gibt das Gerücht, da
Ein Mann aus Stavenhagen, der schon häufig durch Gewaltdelikte aufgefallen ist, sitzt jetzt in Haft. Es gibt das Gerücht, dass er einen anderen Mann vergewaltigt haben soll. Symbolbild: © Jonathan Stutz- Fotolia.com
Stavenhagen.

Gemunkelt wird in der Reuterstadt schon seit einigen Tagen darüber. Auch in den sozialen Netzwerken tauchen immer wieder einige vage Andeutungen auf. Doch es offen auszusprechen, traut sich offenbar kaum jemand. Seit Freitag ist es jedoch jetzt Gewissheit: Ein 37-jähriger Stavenhagener, dem man in der Stadt bisher besser aus dem Weg gegangen ist, sitzt erst einmal in Untersuchungshaft, wie die Polizei dem Nordkurier bestätigte.

Der Mann ist auch für die Polizei längst kein unbeschriebenes Blatt: Körperverletzung, Drogen, Bedrohung und Beleidigung sollen auf sein Konto kommen. Ein weiteres Delikt hat nun das Maß voll gemacht. Der 37-Jährige soll mit Gewalt in die Wohnung eines Bekannten in Stavenhagen eingedrungen sein und ihn dann vergewaltigt haben, wie eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Neubrandenburg am Freitag berichtete. Große Fahndungsmaßnahmen waren daraufhin offenbar nicht nötig. Da das Opfer – ein Mann Mitte 30 – seinen Peiniger erkannt hatte, konnte die Polizei den Verdächtigen schnell schnappen. Er sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt Bützow, wie das Polizeipräsidium mitteilte.

Von einer Vergewaltigung war in Stavenhagen bereits seit einigen Tagen die Rede. Dass dabei aber eine Frau zum Opfer wurde, trifft damit nicht zu. Die Polizei hatte sich zu dem Vorfall bisher mit Informationen zurückgehalten.

Opfer und Verdächtiger kannten sich 

Ermittelt werde jetzt, was der Vergewaltigung vorausgegangen sein könnte, welche Vorgeschichte diese Straftat hat, hieß es am Freitag aus dem Neubrandenburger Präsidium. Opfer und Verdächtiger kannten sich vor der Tat bereits, in welchem Verhältnis sie aber nun genau stehen, ist noch nicht ganz klar. In Stavenhagen wird der Verdächtige als äußerst aggressiv und gewalttätig beschrieben, wobei wohl auch häufig Alkohol eine Rolle gespielt haben soll.

Einen Zeugen hat es für die Vergewaltigung offenbar nicht gegeben. Lediglich beim Aufbrechen der Tür soll eine zweite Person mit dabei gewesen sein, dieser Mann hat dann wohl aber den Ort des Geschehens verlassen. Dass die Tat dann sogar gefilmt worden sei, wie es in Stavenhagen gerüchteweise erzählt wird, bestätigte die Polizei am Freitag nicht.

Da der Verdächtige nach der Tat schnell gefasst werden konnte, seien andere Bürger nicht gefährdet gewesen, erklärte am Freitag eine Polizeisprecherin. Bei allen Beteiligten handelt es sich um Deutsche.

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Kommentare (1)

ich sach ma so...
Die autochthone Wertekultur der Assozialen sieht, wenn man genauer hinschaut nicht weniger innerlich verrottet aus, als die der zugezogenen Kriminellen - sogar mit Fürsten von Hinten. Viel Spaß in Bützow beim Aquarium putzen, morgen ist Suppensamstag.