PARKPLATZMANGEL

Geschäftsleute wünschen sich mehr Markt-Parkplätze

Die Stavenhagener Stadtverwaltung setzt das Parkverbot in der Marktplatzmitte rigoros durch. Ein Befahren wird dann nicht mehr möglich sein. Geschäftsleute der Innenstadt wenden sich dagegen. In ihren Augen ist das nicht mehr zeitgemäß.
Auf dem Stavenhagener Markplatz bilden sich regelmäßig Parkreihen, die gar nicht erlaubt sind. Geschäftsleute
Auf dem Stavenhagener Markplatz bilden sich regelmäßig Parkreihen, die gar nicht erlaubt sind. Geschäftsleute und auch Autofahrer wünschen sich eine Legalisierung. Eckhard Kruse
Stavenhagen.

Dass das Innere des Stavenhagener Marktes als Parkplatz offen steht, das ist derzeit nur den Handwerkern am Hotel Kutzbach zu verdanken. Ansonsten wäre die Fläche frei von Autos. Denn die Stadtverwaltung hat nach Jahren der Duldung beschlossen, die verschwundenen Poller zu ersetzen, die ausgewiesene Parkverbotszone durchzusetzen und das Befahren mit Pkw unmöglich zu machen. Nur Busse und Marktstände dürfen noch passieren.

Doch in den letzten Jahren hat es sich eingebürgert, dass Autofahrer das Marktinnere zum Parken nutzen. Pkw stehen parallel zum Neubaublock in dritter Reihe. Vor der Sparkasse bildet sich immer wieder eine zweite Autoreihe. Und am Dienstag, einem Monatsersten, drängten so viele Autofahrer in die Stadt, dass auch Autos vor dem Reuterdenkmal standen.

Angesichts dieser Verkehrsmengen hat die Apothekerin Petra Kokel wenig Verständnis dafür, dass der Markt für Pkw gesperrt werden soll. Sie setzte ein Schreiben an die Stadtvertreter auf. Mehrere Geschäftsleute vom Markt und aus der Malchiner Straße unterschrieben – von „Café am Markt“, Brillenstuw, den Modegeschäften „Catwalk“ und „Stilsicher“, „Café Fritz“, Restaurant „Aristo“, Mediko und der Tabakhändler Uwe Nagel.

Sie alle sind der Meinung, dass die erlaubten Parkplätze am Markt stets gut frequentiert sind und nicht ausreichen. Die (bisher) nicht erlaubte Parkreihe gegenüber des Wohnblocks werde zusätzlich genutzt, schrieb Petra Kokel. „Es ist auch unstrittig, dass eine gute Erreichbarkeit für die wenigen Geschäfte am Markt und auf der Malchiner Straße ein wichtiger Standortfaktor ist.“ Es gebe auch noch zwei Banken, mehrere Arzt-, Zahnarzt- und Physiotherapiepraxen mit vielen Besuchern. Die Entscheidung, den Markt als Parkfläche ungenutzt zu lassen, ist in ihren Augen nicht mehr zeitgemäß. Stattdessen solle man sich über Menschen freuen, die die Innenstadt besuchen. Sie bittet darum, die noch ansässigen Händler und Gewerbetreibenden zu unterstützen.

„Der Marktplatz kann von mir aus nur als Parkplatz genutzt werden“, sagte der Goldschmiedemeister Dirk Wiegert. Es sei bedauerlich, eine funktionierende Situation zu ändern. Uwe Nagel fragt, wo die vielen Stadtbesucher sonst hin sollen. Der Schlossparkplatz sei immer voll. Und auch bei Veranstaltungen in der Kirche reichten die erlaubten Stellflächen nicht aus. „Es ist schon wichtig, dass ausreichend Parkplätze zur Verfügung stehen“, sagte der Arzt Jörg Kasper in der Ivenacker Straße. Der Weg vom Ivenacker Tor oder von der Neubrandenburger Straße sei für viele Ältere eine Herausforderung. Mirko Kizina vom Café Fritz sieht den Markt nur als ungenutzte leere Fläche. Er wäre für eine erlaubte, zusätzliche Parkreihe und eine Neugestaltung des Marktes.

Aber das könnte nicht so einfach werden, erläuterte Bauamtsleiterin Christine Buchmann. Der Markt stehe unter Denkmalschutz. Die Landesdenkmalpflege habe nicht einmal erlaubt, einen Baum vor der Raiffeisenbank zu pflanzen. Dennoch wolle man den Antrag in die Ausschüsse geben. Am Ende müsse man sehen, wo sich der politische Wille bei den Stadtvertretern hinbewegt. Sinnvoll wäre es aber, vorab mit der Denkmalpflege zu sprechen. Ansonsten wäre ein Antrag fruchtlos. Christine Buchmann verwies auch auf die Parkplätze am Schloss, in der Wallstraße und an der Malchiner Straße. Letzterer sei bald fertig.

 

 

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