SONNENUHR AUFGESTELLT

Gesteins-Uhr „tickt“ in Malchin auf die Minute genau

Kurz nach der Zeitumstellung ist Malchins Sonnenuhr nun auf dem Kirchplatz auch ganz offiziell eingeweiht. Komplett fertig ist die Gestaltung aber noch nicht.
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Geschafft: Das Uhr-Gestein zeigt den Malchinern jetzt, was die Stunde geschlagen hat – egal, ob gerade Sommer- oder „Normalzeit“ ist. Torsten Bengelsdorf
Malchin ·

Die Sonne hatte sich bereits hinter der Häuserzeile am Wall zurückgezogen, als auf dem Platz zwischen Kirche und Kino eine Schar Malchiner zusammenkam. Gleich neben dem Brunnen der Lebensfreude weihten sie am Mittwoch hier einen zweiten „richtigen Hingucker“, wie ihn Bürgermeister Axel Müller nannte, ganz offiziell ein: die von Eckart Plath nach einer Idee von Reinhard Kullick geschaffene Sonnenuhr an einem 4,5 Tonnen schweren Findling.

„Sie geht auf die Minute genau, ich habe mir das heute Mittag angeschaut“, sagte Müller. Viele Malchiner haben an dem Uhr-Gestein mitgewirkt, wie der Bürgermeister aufzählte. Darunter Steinmetz Thomas Behrendt, oder Metallbauer Udo Wetzel, der für den Schattenstab gesorgt hatte. Den Stein geschliffen hatte Sandstrahler Andreas Tack, die Kunstlehrerin Birgit Teggatz brachte die Linien auf. Nicht zu vergessen: der Stadtbauhof, der für den Transport des Findlings zuständig war, den ein Experte des Müritzeums auf ein Alter von mehr als einer Milliarde Jahre geschätzt hat und den die Eiszeit von Skandinavien nach Mecklenburg geschoben hatte.

Mehr als zehn Jahre habe er bereits die Idee für eine Sonnenuhr in Malchin gehabt, berichtete der Stadtvertreter Reinhard Kullick. Doch erst mit Eckart Plath fand er dann auch jemanden, der sie auch umsetzen konnte. Wobei: „Als ich mich dazu bereit erklärt hatte, wusste ich noch nicht, worauf ich mich da einlasse“, beschrieb Plath die große Herausforderung.

Auch wenn er kein Freund der Zeitumstellung ist, so zeigt doch seine Uhr durch die Zahlen im oberen Bereich die mitteleuropäische Sommerzeit und die Zahlenreihe im unteren Bereich die seit dem Wochenende wieder geltende „Normalzeit“ an.

„Sollte es in dieser digitalen Zeit mal durch einen Stromausfall zappenduster werden, dann kann man jetzt nach Malchin kommen und sich die Zeit holen“, meinte Plath. Auch nach der Einweihung umgeben weiterhin Bauzäune die Sonnenuhr, weil nach dem Bau des Sockels nun auch noch das Umfeld gestaltet werden soll.

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