GEFÄHRLICHE HAPPEN

Gift-Gerüchte – Malchiner Hundehalter alarmiert

Ein Hund soll in der Innenstadt einen Köder aufgeschnappt und sich schwer vergiftet haben. Hundefreunde sind mehr als beunruhigt. Es wäre nicht das erste Mal, dass jemand ihren Tieren schaden wollte.
Was gibt es da nur zu schnuppern? Der beste Schutz vor Giftködern wäre wohl, dem Hund beizubringen, nichts zu fresse
Was gibt es da nur zu schnuppern? Der beste Schutz vor Giftködern wäre wohl, dem Hund beizubringen, nichts zu fressen, was einfach so auf der Straße oder im Gebüsch herumliegt. (Symbolbild) Maurizio Gambarini
Malchin.

Einen Beweis gibt es offenbar noch nicht. Dennoch sind Malchiner Hundehalter in Sorge, nachdem in dieser Woche von ausgelegten Giftködern in der Malchiner Innenstadt die Rede ist. Ein Hund sei mit schweren Vergiftungserscheinungen in eine Tierklinik gebracht worden, heißt es da. Doch ob das, was der kleine Balu da gefressen hat, tatsächlich ein Hundegift war, ist bisher nicht klar.

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Rainer Jung, Chef des Malchiner Vereins für Deutsche Schäferhunde, hat von dem Vorfall gehört. Dass nun aber ein Giftköder gefunden wurde, darüber sei noch nichts bekannt. „Es könnte sich theoretisch auch um ein Unkrautmittel handeln“, meint Rainer Jung. Allerdings ist fraglich, ob das die Hunde wirklich fressen würden. Dagegen kam es in der Vergangenheit immer mal wieder vor, dass Rattengift den Vierbeinern zum Verhängnis geworden war.

Täter werden selten ermittelt

Erst im vergangenen Jahr hatte eine Hündin auf der Wiese an der Stavenhagener Stadtkirche einen Eimer mit Granulat aufgespürt, das sich als Rattengift herausstellte. Das Granulat sah aus wie die Kieselsteine auf dem Weg an der Kirche. Allerdings war hier offenbar kein Hund zu Schaden gekommen.

Die gefährlichen Happen für die Hunde seien oft so verpackt, dass sie von Bello und Co. schnell heruntergeschluckt werden – etwa in Wurstformen, berichtet Vereins-Chef Jung. „Die Wirkung tritt dann erst später ein, sodass nichts mehr nachzuweisen ist.“ Hunde mit solchen Ködern zu vergiften, sei auf jeden Fall eine Straftat. Allerdings wird in solchen Fällen kaum mal ein Täter ermittelt.

Rätseln über mögliches Motiv

Was können verunsicherte Hundehalter jetzt also tun? „Sie sollten sich auf jeden Fall an die Leinenpflicht halten und ihren Hund nicht frei herumlaufen lassen“, empfiehlt Rainer Jung. So habe man auch immer eine gewisse Kontrolle, was der Hund da zu sich nimmt. Doch eine Garantie, dass nichts passieren kann, ist das auch nicht, wie Hundefreundin Nicole Kaps erklärt. „Ich passe da schon extrem auf. Doch wie schnell ist auch mal ein Hund an der Leine plötzlich in einer Hecke, wo man gar nicht sofort alles sieht“, gibt die Malchinerin zu bedenken. Auch in ihrer Hundegruppe sei man jetzt bei den Spaziergängen mit den Vierbeinern sehr vorsichtig geworden. Einen Giftköder habe man im Stadtgebiet aber noch nicht entdeckt.

Sollte es sie wirklich geben, stellt sich wohl die Frage: Wer macht so etwas? „Da spielt vielleicht Langeweile eine Rolle. Oder es ist jemand, der einmal ein schlechtes Erlebnis mit einem Hund hatte. Auf jeden Fall sind es immer ganz niederträchtige Gründe“, sagt Rainer Jung. Und falls es nun Ärger über den Hundedreck ist? „Da hat sich in unserer Stadt wesentlich etwas gebessert“, schätzt der Vereinsvorsitzende ein. „Ich würde mal sagen, dass mittlerweile 90  Prozent der Hundefreunde die Haufen wegnehmen.“

 

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