Eine Gestaltungsskizze für die Standorte der Bäume und Bänke ist schon fertig. So könnte es noch in diesem
Eine Gestaltungsskizze für die Standorte der Bäume und Bänke ist schon fertig. So könnte es noch in diesem Jahr aussehen. Stadt Stavenhagen/Architekturbüro A&S
Diese Linie deutet an, wo früher einmal die Ortsdurchfahrt verlief. Das grobe Natursteinpflaster soll mit der Umgestaltun
Diese Linie deutet an, wo früher einmal die Ortsdurchfahrt verlief. Das grobe Natursteinpflaster soll mit der Umgestaltung verschwinden. Eckhard Kruse
Umbau-Pläne

Glattes Pflaster und Baumkübel für den Stavenhagener Markt

Auch die Stavenhagener wollen einen barrierefreien Marktplatz. Das Natursteinpflaster soll 2023 verschwinden. Doch auch für dieses Jahr sind schon Maßnahmen geplant.
Stavenhagen

Malchin lässt gerade ein glattes Pflaster auf dem Markt verlegen. Und auch in Stavenhagen denkt man nun darüber nach, wie man den großen Platz im Stadtzentrum barrierefrei gestalten kann. Denn auch hier gibt es immer wieder ältere Leute mit und ohne Rollatoren, die Probleme mit dem groben Natursteinpflaster haben. „Ich habe beobachtet, wie die Bürger diese Bereiche meiden und lieber auf dem ebenen Pflaster gehen“, sagte Bürgermeister Stefan Guzu (parteilos).

Abstimmung mit Denkmalschutz notwendig

„Wie genau das aussehen wird, das wissen wir noch nicht“, sagte Bauamtsleiter Jens Reichert. Das Vorhaben soll aber ein Teil einer umfassenden Marktplatz-Umgestaltung werden, der für das nächste Jahr in Angriff genommen wird. Vorher würde man nicht gerne bauen, weil in diesem Jahr erst der Parkplatz in der Wallstraße befestigt wird und es dann noch mehr Behinderungen im Zentrum gäbe. Doch 2023 soll es in der Mitte des Marktes ebener werden. Es ist geplant, das Kopfsteinpflaster gegen geschnittenes Pflaster auszutauschen, erläuterte Guzu. Und weil die Umgestaltung zum historischen Marktplatz passen muss, stimmte man sich schon mit der Denkmalpflege ab. Der Bürgermeister ist danach sehr optimistisch. „Wir sind froh, dass sie die Maßnahmen nicht ganz abgelehnt hat.“ Schließlich ist der Markt ein Flächendenkmal. Man habe aber klar machen können, dass ein teilweiser Umbau mit Hilfe von Städtebaufördermitteln notwendig ist.

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„Wir sind aber erst am Anfang“, betonte der Bürgermeister. Bevor es losgehen kann, müsse ein Genehmigungsantrag mit einem Gesamtplan eingereicht werden. „Wir müssen eine klare Linie für den gesamten Marktplatz finden.“ Vielleicht ziehe man noch einen Landschaftsarchitekten hinzu. Eine Grobplanung habe die Rahmenplanerin vom Planungsbüro A&S, Marita Klohs, aber schon erstellt. Darin sind auch zwölf Pflanzkübel für Bäume und sieben Bänke mit Abfallbehältern enthalten, die an den Randbereichen zur Sparkasse und zum Neubaublock aufgestellt werden sollen. Das Ziel ist, einen gemütlicheren und belebteren Marktplatz zu schaffen. Die Kübel und Bänke sollen in diesem Jahr aufgestellt und am Boden befestigt werden. Dafür habe die Denkmalpflege schon eine Genehmigung in Aussicht gestellt, so Reichert. Die Stadtvertreter bewilligten im Dezember dafür 50.000 Euro aus eigenen Mitteln, die noch zur Verfügung standen.

Wunsch nach mehr Parkplätzen wird nicht erfüllt

Doch warum werden die Bäume nicht einfach in den Boden gesetzt? Grund dafür ist das Geogitter, das bei der Marktplatzsanierung unter der gesamten Fläche verlegt worden ist, so Guzu. Es solle die schlechten Bodenverhältnisse ausgleichen und Absackungen verhindern. Deswegen wolle man keine größeren Löcher in den Marktplatz graben, um das Gitter nicht zu beschädigen, ergänzte Reichert. Die Bäume kämen nun in Pflanzkübel. Die werden 1,50 Meter breit und 90 Zentimeter hoch sein. Die Kübel samt der Bäume sollten aber nicht höher als drei Meter werden. Denn sie dürften nach dem Wunsch der Denkmalpflege nicht über die Traufe des kleinsten Hauses am Markt hinausragen. Das sei das Haus mit dem Friseurgeschäft direkt neben dem Museum.

Mehr Stellflächen, wie Geschäftsleute es sich gewünscht hatten, wird es wohl nicht geben. „Wir brauchen auch Platz für den Markttag“, sagte der Bürgermeister. Und auch die Busse, die am Reutermuseum vorfahren, müssten die Chance haben, hier umzudrehen. Ob ein Brunnen genehmigt wird, bleibt abzuwarten.

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