Paukenschlag

Gleich drei Gnoiener Stadtvertreter schmeißen hin

Die Opposition in der Warbelstadt sieht keine Chance mehr, von der CDU-Mehrheit ernst genommen zu werden. Das hat jetzt Konsequenzen.
Unruhe in der Stadt Gnoien und damit wohl auch im Rathaus. Drei Stadtvertreter haben ihr Mandat niedergelegt.
Unruhe in der Stadt Gnoien und damit wohl auch im Rathaus. Drei Stadtvertreter haben ihr Mandat niedergelegt. Eberhard Rogmann
Arne Schmiedeberg
Arne Schmiedeberg Torsten Bengelsdorf
Steffen Maeting
Steffen Maeting Torsten Bengelsdorf
Benjamin Peter
Benjamin Peter Torsten Bengelsdorf
Gnoien

Paukenschlag in der Gnoiener Stadtvertretung. Gleich drei Mitglieder haben am Montagabend überraschend ihren Rücktritt erklärt. Arne Schmiedeberg, Steffen Maeting und Benjamin Peter gehören der Fraktion der Unabhängigen Gnoiener Bürger an und sehen sich immer mehr von der CDU-Mehrheit in der Stadtvertretung ausgebootet. So hatte die CDU-Fraktion erst jüngst sämtliche Vorschläge der unabhängigen Fraktion zum diesjährigen Haushaltsplan zurückgewiesen. Ihren Höhepunkt hatten die Auseinandersetzungen Anfang März erreicht, als Bürgermeister Lars Schwarz (CDU) Arne Schmiedeberg im Zusammenhang mit der Sanierung des Gnoiener Stadions als Lügner und Heuchler bezeichnete. Er habe diese Reaktion des Bürgermeisters bis heute nicht verstanden, sagte Schmiedeberg am Montagabend. Mit seiner Äußerung habe der Bürgermeister eine rote Linie überschritten.

Der jüngste Gnoiener Abgeordnete Benjamin Peter berichtete, dass seine Ideen in den Stadtvertreter-Ausschüssen keine Chance gehabt hätten. „Ich habe gemerkt, dass ich auf der falschen Seite des Tisches sitze”, sagte Peter. Auch er richtete seine Kritik vor allem an den Bürgermeister. Steffen Maeting machte es kurz: „Meine Lebenszeit ist mir zu wertvoll, um sie hier zu vergeuden.”

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