ÄRGER UM HUNDEHAUFEN

Gnoien stellt 25 Kotbeutel-Spender auf

So schlimm war es lange nicht mehr, meinen einige Gnoiener. Mit neuen Boxen und einem frechen Spruch sagt die Stadt jetzt dem Hundekot auf Straßen und Plätzen den Kampf an.
Torsten Bengelsdorf Torsten Bengelsdorf
Am Schützenplatz wurde der erste der neuen Tüten-Spender angebracht, wie Gnoiens Bürgermeister Lars Schwarz (links) zeigt.
Am Schützenplatz wurde der erste der neuen Tüten-Spender angebracht, wie Gnoiens Bürgermeister Lars Schwarz (links) zeigt. privat
Gnoien.

Selbst Spielplätze sind jetzt nicht mehr sicher: Wenn die Lütten sich hier austoben, ist es häufig schnell passiert. Der ein oder andere Hundehalter hatte zuvor seinen Vierbeiner hierher ausgeführt, der dann im Buddelkasten oder neben den Spielgeräten sein Geschäft erledigte. Und die Kinder treten dann hinein. Und auch von den Erwachsenen in Gnoien hört man es in diesen Tagen immer wieder: So schlimm war das Problem mit dem Hundekot auf Straßen und Plätzen in der Stadt schon lange nicht mehr.

Gnoien will jetzt gegensteuern und hat 25 neue Kotbeutel-Spender angeschafft. „Sie haben den Vorteil, dass sie zum Beispiel an Straßenlaternen befestigt werden können. Somit sind wir beim Aufstellen der Spender flexibler“, sagt Bürgermeister Lars Schwarz (CDU). Der Stadtbauhof habe mittlerweile die Standorte festgelegt, an denen die Tüten-Boxen angebracht werden sollen. Bisher gab es davon nur ganz vereinzelt welche im Stadtgebiet.

Schwarz hofft, die Hundehalter auch mit den Aufschriften auf den Boxen zu erreichen. „Wir mögen Hunde, aber nicht deren Hinterlassenschaften“, ist darauf zu lesen. Und weiter: „Darum, sei kein Schwein, pack’s Häufchen ein!“ Die Gnoiener werden aufgefordert, mitzumachen bei der Aktion „Für eine saubere Stadt“. Ob diese Appelle bei Herrchen und Frauchen ankommen, muss sich allerdings erst noch zeigen.

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Kommentare (8)

Röbel · 22.03.2019 · 15:38 Uhr: Hundekot in der Innenstadt stinkt Röbelern gewaltig

Gnoien · 22.03.2019 · 19:24 Uhr: So schlimm war es lange nicht mehr, meinen einige Gnoiener.

Zwei Artikel am selben Tag zum gleichen Problem - hirnlose Hundehalter! Natürlich müssen Hunde auch mal - aber doch nicht auf öffentlichen Straßen, Plätzen und vor allen Dingen nicht auf Spielplätzen. Solchen Hundehaltern müsste es verboten werden Hunde zu halten - sie sind geistig nicht dazu in der Lage.

Die Stadt Röbeln macht es übrigens meiner Meinung nach richtig, wie es im ersten Artikel über die dort vor wenigen Monaten eingeführte Hundehalterverordnung steht: "Darin wird unter anderem klargestellt, dass „die durch das Tier verursachten Kotverunreinigungen auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen sowie Grünanlagen unverzüglich zu beseitigen“ sind. Zudem habe jeder Hundeführer ein geeignetes Behältnis zur Beseitigung des Hundekots mitzuführen und dieses auch bei einer Kontrolle vorzuzeigen, heißt es weiter in der Richtlinie."

Sie haben aber auch eine idealistische, ja kindliche Vorstellung vom Durchsetzen der "Richtlinien"! Wer soll denn da jeden Gassieführer kontrollieren, ob das "Behältnis" dabei ist? Ein-Euro-Jobber? Die Kommunen bekommen noch nicht einmal die Straßenreinigungssatzungen durchgesetzt. Wundern Sie sich vielleicht, warum verdreckte Grunstücke und angrenzende Bürgersteige/Straßen nie gereinigt werden? Was soll so eine "Richtlinie", die zahnlos ist? Steuern, wie weiter unten beschrieben, geben den Kommunen ein Instrument an die Hand, mit denen sie effektiv steuern können.

Im Winter, kann man sich, die Finger wärmen, wenn man, mit dem Beutel in die Scheiße greift

Vielleicht könnte man die Zusatzkosten der Kotbeseitigung (Straßenreinigung) transparent auf die Hundesteuer umlegen.
Lernen durch Schmerz so zu sagen. Zieht immer noch am besten.

würde dies so auch jene Leute treffen, welche es schaffen die Kacke ihres Tiers zu beseitigen. Die sind immer noch, gefühlt, in der Überzahl und der Rentner Omi oder dem Opi, mag ich nicht noch mehr Abgaben aufbürden wollen. Grad dann, wenn die vllt. nur noch das Tier haben.

Die Omis und Opis passen dann aber besser auf, wenn in Blickweite der Asoziale mit Hund den Dreck liegen läßt.
Ermahnen oder anscheißen wäre die Konsequenz, was durchaus berechtigt wäre.

Einerseits werfen Sie mir eine kindliche Einstellung vor, andererseits geben Sie sich aber doch sogar selbst die Antwort: Höhere Hundesteuern, also Lernen durch Schmerz. Ähnliches habe ich vorgeschlagen: Solchen Hundehaltern verbieten, Hunde zu halten. Im Endeffekt wären also doch wenigstens stichprobenartige Kontrollen durchaus vielversprechend und wenn zusätzlich, wie Sie es schreiben, verantwortungsvolle Omis und Opis auch noch aufpassen und auch andere Menschen Zivilcourage zeigen und diese sich asozial verhaltenden Hundehalter ansprechen (auch wenn normalerweise nur eine blöde Antwort kommt), könnte sich an der Situation durchaus viel verbessern.

Ich schrieb kindliche Vorstellung, nicht kindliche Einstellung. Damit vermutete und vermute ich eine Unkenntnis darüber, wie Recht in unserem Staat durchgesetzt wird. Noch einmal: Bla-Bla-Richtlinien bzw. Statuten sind aufgrund fehlender Durchsetzungsmöglichkeiten (hier speziell Personal, vmtl. fehlender rechtl. Grundlagen) nicht geeignet. Steuern, die rechtlich robust durchgesetzt werden können, eignen sich eher zur Problemlösung und haben den Vorteil, wenn die Gemeinschaft betroffen ist, die Gemeinschaft auch für die Einhaltung sorgt.