Fahrrad-Abenteuer
Gnoiener radelt nun doch durch Amerika

Nach mehr als drei Wochen auf dem Containerschiff landete Thomas Schröder am Wochenende in New York City an. Mittlerweile hat er die Metropole schon wieder hinter sich gelassen.
Nach mehr als drei Wochen auf dem Containerschiff landete Thomas Schröder am Wochenende in New York City an. Mittlerweile hat er die Metropole schon wieder hinter sich gelassen.
Thomas Schröder

Nach der Panne an einem Container-Schiff ist Thomas Schröder aus Gnoien nun doch noch in New York angekommen, um von dort nach Rio de Janeiro zu radeln.

Gut einen Monat ist es her, dass der Gnoiener Fahrrad-Abenteurer Thomas Schröder auf dem Marktplatz seiner Heimatstadt zu seiner halben Weltreise verabschiedet wurde. Nach Peking vor drei Jahren soll ihn seine jetzige Tour quer durch Nord-, Mittel- und Südamerika führen. Alles auf dem Rad. Die Fahrt über den großen Teich von Hamburg nach New York sei schon ein Abenteuer für sich gewesen. Und sie hat deutlich länger gedauert, als es Schröder geplant hatte. Eine defekte Schiffsklappe bescherte ihm einen mehrtägigen unfreiwilligen Aufenthalt in der kanadischen Hafenstadt Halifax.

Mit einem anderen Containerschiff ist er nun doch noch nach New York gekommen und hat sich zwei Tage Zeit genommen, um in die Metropole einzutauchen. Die Stadt, die niemals schläft, hat der Gnoiener mit durchaus gemischten Gefühlen erlebt. „Auf der einen Seite ist die Architektur von New York beeindruckend. Andererseits geht aber ständig und überall eine Feuerwehr- oder Polizeisirene, die Stadt ist hektisch und laut“, beschreibt Schröder seine Eindrücke. Für ihn, der die Ruhe und Einsamkeit liebt, eine ganz neue Erfahrung.

Mittlerweile hat er sich wieder auf sein Fahrrad geschwungen und New York hinter sich gelassen. Die ersten Radkilometer auf amerikanischem Boden sind zurückgelegt. Die Tour führt ihn jetzt quer durch die USA von der Ost- an die Westküste. Von dort geht es dann weiter Richtung Mexiko. Bis dahin liegen aber noch einige Tausend Kilometer vor ihm. Besonders berührt hätten ihn in den ersten Wochen vor allem die menschlichen Begegnungen. Bei der Überfahrt über den Atlantik habe er neue Freunde gewonnen, ebenso in New York, wo Schröder eine Nacht in der Wohnung eines jungen Koreaners verbrachte.