VERWALTUNG

Gnoiener Sportler warten seit Jahresbeginn auf Wettgewinn

Es geht um immerhin 1000 Euro, die die Gnoiener Sportler auch schon für den Nachwuchs verplant haben. Noch ist nichts angekommen. Schuld ist die Bürokratie.
Torsten Bengelsdorf Torsten Bengelsdorf
Bisher blieb es nur beim symbolischen Scheck über 1000 Euro, den Gnoiens Bürgermeister Lars Schwarz (4. von links) a
Bisher blieb es nur beim symbolischen Scheck über 1000 Euro, den Gnoiens Bürgermeister Lars Schwarz (4. von links) am Rande der Seawolves-Begegnung Anfang Januar entgegengenommen hatte. Wo ist das Geld geblieben? Sylvie Funk
Gnoien.

Die Gnoiener Sportjugend versteht die Welt nicht mehr. Anfang des Jahres hat die Ostseesparkasse die Stadt herausgefordert. Wenn mindestens 200 Einwohner zum Basketballspiel der Rostock Seawolves, die von der Sparkasse gesponsert werden, gegen die VfL Kirchheim Knights kommen, gibt es 1000 Euro für die Gnoiener Sportjugend. Am Ende waren es fast 300 Besucher aus Gnoien, die sich das Basketballspiel vor Ort anschauten. Wette gewonnen, Geld einkassiert!

Sparkasse hat das Geld überwiesen

Aber denkste: Knapp neun Monate, nachdem die Stadt die Wette gegen die Sparkasse gewonnen hatte, ist immernoch kein Geld bei der Sportjugend angekommen. Und die ist langsam richtig sauer. Immerhin waren die 1000 Euro bereits fest eingeplant. Der Gnoiener SV hat schließlich gerade eine neue E-Jugend-Mannschaft an den Start gebracht.

Wo also ist der Wetteinsatz geblieben? Mancher hegt schon den Verdacht, die Stadt habe das Geld einbehalten. Die Ostseesparkasse hat sich jedenfalls als fairer Wettverlierer gezeigt und die 1000 Euro recht schnell überwiesen. Das Geld sei auch auf dem Konto des Amtes Gnoien eingegangen, wie Bürgermeister Lars Schwarz (CDU) am Wochenende bestätigte.

Bürokratie macht vor Gewinnen nicht halt

Er als Bürgermeister könne aber nicht allein über die Verwendung einer solch hohen Summe entscheiden. Kommunalrechtlich wird der Wetteinsatz als Spende verstanden. Und da müsse dann schon der Finanzausschuss und gegebenenfalls auch die Stadtvertretung einbezogen werden, macht Schwarz geltend: „Das ist der normale Werdegang.“ Die Bürokratie macht auch vor einem Wettgewinn nicht halt.

Die Stadtvertreter hätten nun eigentlich auf ihrer Sitzung am Montagabend Gelegenheit, den Weg frei zu machen. Doch auf der Tagesordnung findet sich ein solcher Punkt bisher nicht.

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Kommentare (1)

So ganz stimmt das nicht. In der Hauptsatzung der Stadt Gnoien heißt es:

"§ 4.5. Der Haupt- und Finanzausschuss entscheidet über die Annahme und Vermittlung von Spenden, Schenkungen und ähnlichen Zuwendungen im Sinne von § 44 Abs. 4 KV M-V in Höhe von 100,01 € bis 1.000,00 €. "
Die letzte Hauptausschußsitzung war am 05.08.2019 man hätte also können.
Davor hat es sicher auch Sizungen des " alten" Hauptausschusses gegeben wo man dieses hätte beschließen können. Bei einer guten Recheche hätte man das auch in den Artikel einfließen lassen können.