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Graskarpfen als biologische Wunderwaffe

Ein schweißtreibender Job für Roland Leist von den Teterower Stadtwerken. Das im Mühlenteich wuchernde Kraut erweist sich als zäher Gegner.
Ein schweißtreibender Job für Roland Leist von den Teterower Stadtwerken. Das im Mühlenteich wuchernde Kraut erweist sich als zäher Gegner.
Eberhard Rogmann

Einen bis dato wenig aussichtsreichen Kampf führt die Stadt Teterow gegen Wasserpflanzen im Mühlenteich. Das Grünzeug stört ganz empfindlich die Schokoladenseite des Stadtbildes. Jetzt wird die Taktik verändert.

Ausbaggern für Hunderttausende Euro hat nicht geholfen. Die Vegetation behält auf dem Teterower Mühlenteich offensichtlich die Oberhand. Trotz einer aufwendigen Sanierung im Vorjahr ist das Gewässer bereits wieder stark zugewuchert. Das Kraut per Hand auszureißen, erweist sich als schwierig und wenig effektiv.

Jetzt will Adolf Schlaak, Chef der städtischen Kommunaltechnik, die Kampfmethode ändern. Biologisch will er dem Wildwuchs beikommen. Amurkarpfen sollen den Teich abgrasen und die Vegetation in Schranken halten. Das klingt zunächst verheißungsvoll. Doch ähnliche Versuche anderenorts waren schon zu DDR-Zeiten von fragwürdigem Erfolg, weiß Christina Fähnrich vom Wasser- und Bodenverband Teterower Peene.