Der angeschossene Kater wurde in der Tierklinik eingeschläfert.
Der angeschossene Kater wurde in der Tierklinik eingeschläfert. privat
Trauriges Schicksal

Grausam! Unbekannte schießen in Teterow auf Kater

Immer wieder erfährt der Tierschutzverein Teterow Tierquälerei bei Katzen. Nun wurde der Verein mit einem besonders traurigen Fall konfrontiert.
Teterow

Margarete Zwerg schlägt Alarm. Hinter dem Bistro am Busplatz gegenüber des Kulturhauses habe eine Anwohnerin vor wenigen Tagen einen angeschossenen Kater gefunden, sagt die Vorsitzende des Teterower Tierschutzvereins. Sie vermute, dass sich das Tier vor dem Vorfall im Bereich der in der Nähe befindlichen Wäscherei aufgehalten hatte. „Die Anwohnerin hatte ihn über Nacht gesichert und fuhr dann mit ihm in die Tierklinik Waren, weil sie glaubte, dass ein Bein gebrochen war“, erklärt Margarete Zwerg. Die Röntgenaufnahme brachte dann die grausame Wahrheit ans Licht: Das Tier war angeschossen worden. Für den etwa vier bis fünf Jahre alten Kater kam jedoch jede Hilfe zu spät. Wie Margarete Zwerg erklärte, hatte sich die Wunde bereits entzündet. Der Kater sei dann in der Tierklinik von seinen Schmerzen erlöst und eingeschläfert worden.

Polizei hatte zunächst keine Hinweise

„Es wurde der Vorfall auch zur Anzeige gebracht“, erklärt Margarete Zwerg. Schließlich könnten ja auch Menschen von den Kugeln getroffen werden, hebt sie hervor. Wenn diesem Unbekannten irgendwann der Kick nicht mehr ausreicht, auf Tiere zu schießen, schießt er irgendwann eventuell auch auf Menschen, äußert sie ihre Befürchtung. Bei der Polizei würden zu der Tat bislang keine Hinweise vorliegen, erklärte ein Sprecher. Bei den Ordnungshütern sei solch ein Vorfall das erste Mal aufgelaufen.

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Margarete Zwerg, die seit rund zwei Jahrzehnten Vorsitzende des Tierschutzvereins ist, hatte in der Vergangenheit jedoch noch mit anderen Fällen zu tun, bei dem auf eine Katze geschossen worden war. Bei einem Vorfall Anfang der 2000er-Jahre sei mit Schrotkugeln auf einen roten Kater geschossen worden.

Auch in der Teschower Siedlung sei vor einigen Jahren mit Schrotkugeln auf eine Katze geschossen worden. Dem Tier sei auch noch der Unterkiefer gebrochen worden. „Sie war auch noch tragend und konnte wegen der Verletzungen kaum Nahrung zu sich nehmen“, schildert die Vereinsvorsitzende das Martyrium. Sie habe die Katze dann zu sich geholt. Weil das Tier kaum noch bei Kräften war, habe sie ihm auch bei der Geburt geholfen. Die Katze erholte sich indes und brachte vier Kitten zur Welt, von denen drei überlebten.

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