HUNDE-DIEBSTAHL

Große Sorge um Klein Fiete und Rottweiler Bruno

In Teterow ist ein Rottweiler-Rüde aus seinem Zwinger entführt worden und spurlos verschwunden. Der Besitzer ist fassungslos. In Hungerstorf herrschte fast zeitgleich große Aufregung um einen Mini Yorkshire Terrier.
Wo ist Bruno?
Wo ist Bruno? ZVG
Teterow.

Über so viel Herzlosigkeit ist John Dünninghaus erschüttert. Diebe haben am Montagabend seinen Hund Bruno einfach aus dem Zwinger auf seinem Gartenmarktgelände in Teterow gestohlen. Der Rottweiler-Rüde ist ein Jahr alt und ziemlich groß. „Ich kann mir das gar nicht erklären, warum einer so etwas macht“, sagt Dünninghaus. Seine Kollegin hatte gegen 17.30 Uhr noch einen Stapler weggebracht und war an dem Zwinger vorbei gekommen. Da habe sie Bruno noch gestreichelt. Der Hof war zu diesem Zeitpunkt frei zugänglich. Für die Lieferanten standen die Tore noch auf. Als John Dünninghaus gegen 20 Uhr mit Bruno seinen abendlichen Spaziergang machen wollte, war der Hund verschwunden. Der Zwinger habe offen gestanden. Die Leine und der Strick, an dem er befestigt war, fehlten. Komisch sei gewesen, dass kleine Futterreste, wie Haferflocken und Weizenkorn, auf dem Zwingerboden lagen. „Das ist kein Futter, das wir geben.“

Und noch etwas ist sehr merkwürdig. Der Zwinger befinde sich in einem Gang, liege eigentlich versteckt. Normale Kunden kämen gar nicht daran vorbei. Die Diebe müssen also gewusst haben, wo der Zwinger ist. Dünninghaus vermutet auch, dass die Täter den Hund kannten. Bruno sei noch verspielt, gehe mit, wenn er ein Leckerli bekommt. Fremde hätten eigentlich Respekt vor einem Rottweiler haben müssen. Ob es vielleicht auch ein Auftragsdiebstahl war? Solche Gedanken gehen dem Teterower auch durch den Kopf. Er bittet die Teterower, Augen und Ohren offen zu halten, ihm zu helfen, seinen Bruno wiederzufinden.

Bekanntschaft mit einem Weidezaun

Ebenfalls am Montagabend hat in Hungerstorf in der Gemeinde Faulenrost ein Hund für viel Aufregung gesorgt. Fiete ist ein paar Nummern kleiner als Rotti Bruno, er ist nämlich ein Mini Yorkshire Terrier und noch ziemlich neu auf dem Lande. Deshalb wollte Fiete wohl erstmals die Umgebung erkunden, erst vor einigen Tagen war er mit der Familie von Jens Peters aus Malchin nach Hungerstorf gezogen. Und am Montagabend war der kleine Hund auf einmal verschwunden, was in dem Dorf sofort die Runde machte. Der ganze Ort schien aufgeschreckt, viele beteiligten sich an der Suche.

Und schon bald gab es auch eine erste Spur. Fiete war tatsächlich bei den Nachbarn in Clausdorf gesehen worden und soll von hier aus weiter auf den Weg nach Varchentin sein, so hieß es. Damit würde er dann auch in die Nähe der gefährlichen Bundesstraße kommen. Und tatsächlich tauchte Fiete dann hier am späten Montagabend auch auf. Eine junge Frau hielt mit ihrem Auto an und fing den kleinen Ausreißer mit ihrer Jacke ein. Kurz darauf war Fiete wieder bei seiner Familie.

„Das war schon überwältigend, wie alle mitgefühlt und mitgesucht haben“, zeigte sich Jens Peters erleichtert, dass der Kleine nun wieder zu Hause ist. Inzwischen ist auch geklärt, warum Fiete so verwirrt war. Er soll am Rande von Hungerstorf Bekanntschaft mit einem Weidezaun gemacht haben und hatte wohl einen Stromschlag erhalten. So etwas kannte Fiete aus Malchin bisher nicht.

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