Etwa achtzig Teilnehmer reihten sich in Neukalen in den Protestspaziergang ein.
Etwa achtzig Teilnehmer reihten sich in Neukalen in den Protestspaziergang ein. Thomas Koch
Großaufgebot der Polizei auf dem Neukalener Marktplatz: Das sorgte anfänglich für Verunsicherung.
Großaufgebot der Polizei auf dem Neukalener Marktplatz: Das sorgte anfänglich für Verunsicherung. Thomas Koch
Vor dem Neukalener Rathaus wurden viele Kerzen abgestellt.
Vor dem Neukalener Rathaus wurden viele Kerzen abgestellt. Thomas Koch
Auf dem Spielplatz in der Nähe des Hafens stimmte der Teterower Peter Hall mit den Demonstranten die Fassung des Bob Dyla
Auf dem Spielplatz in der Nähe des Hafens stimmte der Teterower Peter Hall mit den Demonstranten die Fassung des Bob Dylan Klassikers „Blowing in the wind” an. Thomas Koch
Demonstration

Großes Polizeiaufgebot bei Corona-Protest in Neukalen

Mit zehn Beamten war die Polizei am Sonnabend beim Corona-Protestspaziergang in Neukalen im Einsatz. Das sorgte bei vielen der achtzig Teilnehmer für ein beklemmendes Gefühl, hatte aber einen Grund.
Neukalen

Polizei ja, aber muss es denn gleich so ein großes Aufgebot sein? Diese Frage stellte sich am Sonnabendnachmittag Liane Pfitzner. Die Frau aus Kämmerich hatte einen Spazierung gegen die Corona-Maßnahmen und gegen die Spaltung der Gesellschaft in Neukalen angemeldet. Als sie kurz vor 16 Uhr auf den Marktplatz kam, habe sie aber ein sehr mulmiges Gefühl beschlichen, gesteht sie. Gegenüber vom Rathaus war die Polizei gleich mit fünf Fahrzeugen in Stellung gegangen. Zehn Beamte waren vor Ort.

„Wir haben für den Spaziergang zirka 60 Teilnehmer angegeben. Da halte ich eine so große Polizeipräsenz schon für sehr ungewöhnlich und in gewisser Weise auch beklemmend”, so Pfitzner. Das ging vielen der zirka achtzig Teilnehmer nicht anders.

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„Erst einmal Erfahrung sammeln”

Für Aufklärung sorgte Polizeihauptkommissar Marko Röder, zuständiger Einsatzleiter für den Neukalener Corona-Protest. „Es ist der erste Spaziergang dieser Art in Neukalen. Da ist es nicht ungewöhnlich, dass wir mit mehreren Beamten im Einsatz sind. Schließlich geht es ja darum, die Leute sicher durch die Stadt zu begleiten und erst einmal Erfahrungen mit dem Ablauf zu sammeln“, beruhigte Röder. Das gelang den Polizisten denn auch.

Vom Marktplatz führte der Protestzug an Diskothek und Feuerwehr vorbei zum Hafen. Auf dem nahegelegenen Spielplatz stimmte der Teterower Peter Hall gemeinsam mit den Demonstranten den Bob Dylan Klassiker „Blowing in the wind“ in deutscher Fassung an, bis der Spaziergang schließlich vor dem Rathaus endete. Mit dem Verlauf waren Versammlungsleiterin und Polizei nach der anfänglichen Aufregung gleichermaßen zufrieden. „Alles ruhig, alles friedlich und entspannt“, schätzte Einsatzleiter Marko Röder den Ablauf ein. Ob in der nächsten Woche wieder so ein großes Polizeiaufgebot in der Peenestadt zu erwarten ist, konnte er am Sonnabend aber noch nicht sagen.

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