GENEHMIGUNG

Grünes Licht für Klärschlamm-Anlage in Stavenhagen

Trotz Einwendungen und Hinweisen wurde am Dienstag die geplante Klärschlammverbrennung in Stavenhagen genehmigt – mit einer Planänderung zugunsten der Anwohner.
Schon seit einigen Wochen wird für die geplante Klärschlammverbrennung in Stavenhagen das Baufeld vorbereitet.
Schon seit einigen Wochen wird für die geplante Klärschlammverbrennung in Stavenhagen das Baufeld vorbereitet. EEW Stavenhagen
Stavenhagen ·

Das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburgische Seenplatte hat am Dienstag den Bau und den Betrieb der umstrittenen Klärschlammtrocknungs- und -verbrennungsanlage in Stavenhagen genehmigt. Im Genehmigungsverfahren habe es acht Einwendungen und weitere Hinweise gegeben. In der Folge ist ein zusätzlicher Lärmschutz für Anwohner in der Schultetusstraße geplant, wie das Amt mitteilte.

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„Vor dem Hintergrund des gesetzlich festgelegten Auslaufens der landwirtschaftlichen Klärschlammverwertung steht das Vorhaben aus Landessicht im öffentlichen Interesse und entspricht dem Abfallwirtschaftsplan MV”, teilte Amtsleiter Christoph Linke mit.

Beitrag zur Entlastung der Äcker und des Grundwassers

Das Unternehmen EEW (Energy from Waste) begrüßte die Entscheidung. „Mit der heute erteilten Genehmigung hat das Land Mecklenburg-Vorpommern eine entscheidende Weichenstellung für eine umwelt- und ressourcenschonende Verwertung der Schadstoffsenke Klärschlamm vorgenommen“, sagte Morten Holpert, Technischer Geschäftsführer von EEW Stavenhagen. Die geplante Anlage verfügt über eine Verwertungskapazität von jährlich 160.000 Tonnen. Ab 2023 sei damit ein sicherer Entsorgungspfad für den Abfall der Abwasserbehandlung nahezu des gesamten Bundeslandes geebnet, erklärte Holpert weiter.

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Die Stavenhagener Anlage werde einen wichtigen Beitrag für die Entlastung der Äcker und des Grundwassers von im Klärschlamm enthaltenen Hormonen, Medikamentenrückständen, Mikroplastik und Schwermetallen leisten, sagte EEW-Projektleiterin Sarah Endres.

 

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