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Güstrower bauen wartungsfreien Gittermast für Windkraftanlagen

Wartungsfreier Gittermast für Windkraftanlagen
Wartungsfreier Gittermast für Windkraftanlagen
Bernd Wüstneck

Die Windkraftbranche ist vergleichsweise jung. Entsprechend hoch ist die Innovationskraft. Eine Güstrower Firma hat nun die Technologie für Gittermaste weiterentwickelt.

Die Güstrower Firma Stieblich Hallenbau GmbH hat nach eigenen Angaben einen wartungsfreien Gittermast für kleinere Windkraftanlagen entwickelt. Der Trick dabei sei das Verbinden der einzelnen Gitterstreben mit einem sogenannten Nieten-Pressverschluss, der ein Korrodieren dieser stark beanspruchten Stellen verhindert, erklärte Geschäftsführer Uwe Stieblich.

Mit dem Aufbau des 49,5 Meter hohen Mastes habe nun die Testphase des Prototyps unter praxisnahen Bedingungen begonnen. So soll untersucht werden, wie die Gitterstruktur den enormen Bewegungs- und Druckkräften standhält, wenn in luftiger Höhe die drei Rotorblätter kreisen. Der Mast wurde zusammen mit dem Rostocker Fraunhofer-Anwendungszentrum und der Universität Rostock entwickelt.

Verringerung der Kosten

"Diese Konstruktion ist offenbar auf die Zielgruppe von Unternehmen, Landwirten und kleine Kommunen für den Eigenbedarf ausgerichtet", sagte der Vorsitzende des Windenergie-Netzwerks MV, Andree Iffländer. Das sei eine ganz ordentliche Leistung in Bezug auf Materialeinsatz, Kosten und Transport. Die preiswerte Konstruktion könnte auch für den Export in Entwicklungsländer interessant sein.

Gegenüber herkömmlichen Windkrafttürmen verringert die Gitterbauweise die Kosten um rund 30 Prozent, sagte Stieblich. Weil die Stahlmasten erst am Einsatzort zusammengesetzt werden, entfielen zudem aufwendige Transporte. Stieblich Hallenbau beschäftigt in Güstrow 65 Mitarbeiter und unterhält zwei Vertriebsfirmen in Südpolen und Kaliningrad.