Eingeschlossen im Gotteshaus

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Handy rettet Ehepaar aus Kirche

Kreuz in einer Kirche
Glück im Unglück: Ehepaar konnte aus verschlossener Kirche gerettet werden.
Caroline Seidel

Ein Touristen-Ehepaar war begeistert vom Malchiner Gotteshaus. Doch als die beiden wieder heraus wollten, war auf einmal die Tür verschlossen. Was macht man in so einer Situation?

So wunderbar die Malchiner St. Johanniskirche auch ist, ganz so lange wollten Professor Herbert-Ernst Wiegand und seine Frau am Dienstagabend dann doch nicht in dem Gotteshaus verweilen. Als sie nach der Besichtigung die Kirche wieder verlassen wollten, war plötzlich die Tür verschlossen. Und kein Mensch weit und breit. „Das ist eine sehr schöne Kirche, aber die ganze Nacht hier verbringen, das wäre dann doch nicht so schön gewesen“, meinten die Besucher aus Hessen.

Genug Nahrungsmittel vorhanden

Zumindest die Verpflegung wäre wahrscheinlich gar nicht einmal das Problem gewesen. Vom Erntedankfest lagen noch jede Menge Früchte vor dem Altar. „Doch Gott sei Dank hatte meine Frau ein Handy dabei“, erzählte Herbert-Ernst Wiegand. So verständigten die beiden den Polizeinotruf. Nach ein paar Minuten traf auch bereits ein Streifenwagen an der Kirche ein, die Beamten beruhigten die Eingeschlossenen erst einmal, die vom Inneren bereits an der Kirchentür rüttelten.

Ehepaar zeigt sich tapfer

Im Pfarrhaus wurde dann Katechetin Regine Waack verständigt, die mit dem Türschlüssel zur Kirche eilte und die beiden nach etwa einer halben Stunde aus ihrer misslichen Lage befreien konnte. Frau Waack hatte zuvor die Kirche auch abgeschlossen, ohne zu bemerken, dass hier noch zwei Leute unterwegs sind. Angst hätten sie nicht gehabt, berichteten die Hessen. Sie haben sich erst einmal einen Malchiner Reiseführer angeschaut und so erfahren, wie Malchin einmal entstanden ist. Und dann seien sie in dem Prospekt noch auf das Schloss Basedow aufmerksam geworden, das sich das Ehepaar noch am Abend anschauen wollte. Das Anwesen in Basedow ist allerdings verschlossen - die Gefahr, hier eingesperrt zu werden, damit relativ gering.