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Hechtjunge steht im giftgrünen Wasser

Giftgrün funkelte am Dienstagmorgen das Wasser im Hechtbrunnen auf dem Teterower Marktplatz.
Giftgrün funkelte am Dienstagmorgen das Wasser im Hechtbrunnen auf dem Teterower Marktplatz.
Armin Noeske

Huch, was für ein Anblick, dachten sich da wohl die Teterower als sie das Wasser vom Hechtbrunnen sahen. Was da genau passierte, ist noch vollkommen unklar.

Als Apotheker Armin Noeske am Dienstagmorgen auf den Marktplatz kommt, glaubte er seinen Augen nicht zu trauen. Der Hechtjunge des Marktbrunnens stand inmitten von Grün. Das Wasser in allen drei Brunnenschalen funkelte randvoll in giftgrünem Farbton. Der Apotheker zögerte keinen Moment und hielt das außergewöhnliche Ereignis im Bild fest.

Das tat auch Stadtrat Uwe Rethmeyer, doch weniger aus ästhetischer Faszination. Der Hausherr des Rathauses hat sozusagen ein Foto zur Beweissicherung geschossen. Dann verständigte er die Stadtwerke, damit diese den Missstand beheben. Kurz darauf rollte ein Tankfahrzeug an und pumpte das Wasser ab. "Eine Probe haben wir zur Untersuchung in ein Labor nach Neubrandenburg geschickt. Wenn das Ergebnis vorliegt, werden wir entscheiden, wie mit dem Wasser weiter zu verfahren ist", sagte Klaus Reinders, Geschäftsführer der Stadtwerke Teterow. Sollte sich die verwendete Farbe als harmlos und unschädlich erweisen, wovon Reinders ausgeht, kann das Wasser ganz normal in die Kläranlage. Falls jedoch Schadstoffe festgestellt würden, müsste eine spezielle Entsorgung erfolgen. Von dem erforderlichen Entsorgungsaufwand hängt letztlich die Höhe des entstandenen Schadens ab. 

Als Lausbubenstreich jedenfalls geht der Vorfall nicht durch. Die Stadt stellte Anzeige wegen Sachbeschädigung. Einem besonderen Umstand ist zu danken, dass die Auswirkungen örtlich beschränkt blieben. Der Brunnen wird in einem  geschlossenen Wasserkreislauf betrieben. Somit sind keine Farbstoffe in die Kanalisation gelangt.