ELEKTROMOBIL IM NAHVERKEHR

Im Bus vollelektrisch durch Güstrow

Rebus testete am Donnerstag einen Bus Mercedes Benz eCitaro auf der Linie 201 im Güstrower Stadtverkehr. Der Test zeigte die Vorzüge aber auch deutliche Nachteile des Elektromobils.
Christian Menzel Christian Menzel
Busfahrer Tino Ladwig schwärmt: „Der Bus läuft leise und ruhig. Es ist ein sehr angenehmes Fahrgefühl&ldq
Busfahrer Tino Ladwig schwärmt: „Der Bus läuft leise und ruhig. Es ist ein sehr angenehmes Fahrgefühl“. christian menzel
Der vollelektrische Bus Mercedes-Benz eCitaro war gestern auf der Linie 201 in Güstrow unterwegs.
Der vollelektrische Bus Mercedes-Benz eCitaro war gestern auf der Linie 201 in Güstrow unterwegs. Christian Menzel
Güstrow.

Am Donnerstag schickte die Geschäftsführung der rebus Regionalbus Rostock GmbH einen vollelektrisch angetriebenen Mercedes-Benz eCitaro zu einer Testfahrt durch Güstrow. „Wir wollen sehen, wie sich der Elektrobus im Stadtverkehr bewährt, ob er die angegebene Kilometerleistung tatsächlich schafft und ob das Angebot eventuell für Güstrow umsetzbar ist“, erklärte rebus-Geschäftsführer Thomas Nienkerk. Herausgesucht hatte er für den Test die Linie 201, die mit zirka 25 Kilometern längste Route in der Barlachstadt. „Die Reichweite mit einer in acht Stunden vollgeladenen Batterie beträgt unter den widrigsten Bedingungen – das sind ein sehr harter Stadtverkehr und Minus-Außentemperaturen – 170 Kilometer“, versicherte André Herrmann, Verkaufsmanager bei Mercedes Benz. Gegenüber einem Diesel-Bus sei der Elektrobus zirka drei Tonnen schwerer, was vor allem an den im Dachbereich angebrachten Akku-Paketen liege, setzte er die Einweisung in technische Parameter fort. Die Höchstgeschwindigkeit betrage 80 km/h. Das Fahrzeug verfüge über keinen Zentralmotor, sondern über zwei radnabennahe Motoren. Busfahrer Tino Ladwig fiel vor allem ein zum Diesel anderes Kurvenverhalten auf. „Wahrscheinlich wegen des höheren und anders verteilten Gewichts“, mutmaßte er. „Aber der Bus läuft leise und ruhig, es ist ein sehr angenehmes Fahrgefühl“, urteilte er.

Knackpunkte sind für Thomas Nienkerk die Kosten von zirka 550000 Euro, die das Unternehmen für einen vollelektrischen Bus berappen müsste. Damit läge der Anschaffungswert doppelt so hoch wie beim Diesel. „Die Reichweite ist im Vergleich zum Preis zu gering. Außerdem müsste unsere gesamte Infrastruktur umgerüstet werden“, schätzte er ein. Auch André Herrmann bestätigte: „Ohne Fördermittelzuwendungen kann ein E-Bus heute noch nicht mit einem Diesel konkurrieren.“

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