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Neues Löschauto für Feuerwehr

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Innenminister Caffier soll alten W 50 nicht reparieren

Vier Jahrzehnte leistete der W 50 den Kameraden in Groß Wokern gute Dienste. Jetzt ist die Zeit reif für einen Ersatz. Lorenz Caffier brachte dafür Geld.
Vier Jahrzehnte leistete der W 50 den Kameraden in Groß Wokern gute Dienste. Jetzt ist die Zeit reif für einen Ersatz. Lorenz Caffier brachte dafür Geld.
Eberhard Rogmann

Der W 50 der Feuerwehr Groß Wokern ist 40 Jahre alt. Ein Ersatz rückt in greifbare Nähe – etwas, über das sich nicht mehr alle Wehren freuen dürfen.

Höflich, aber bestimmt lehnten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Groß Wokern ein Angebot vom Innenminister Lorenz Caffier ab. Der hatte sich unter Hinweis auf seine berufliche Vergangenheit in der Landwirtschaft erboten, den alten W 50 der Wehr zu reparieren, wenn dieser mal ausfallen sollte. Das könnten sie selbst, aber es lohne nicht mehr, der habe 40 Jahre auf dem Buckel, so die Antwort.

Viel lieber nahmen die Wokerner dagegen den Zuwendungsbescheid über 133 000 Euro entgegen, den der Minister für die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeugs außer seinem Angebot auch mitgebracht hatte.

Fahrzeug-Kosten haben sich verdoppelt

Caffier machte dabei aber deutlich, dass die Zeiten der Ausschüttung aus dem prallen Füllhorn längst vorbei sind. Unverblümt räumte er ein, dass das Land sich bei der Beschaffung von Löschtechnik einem Preisdiktat der Industrie gegenüber sehe, die ihre Monopolstellung ausnutze. Bei den Fahrzeugen hätten sich die Kosten innerhalb eines Jahrzehnts mehr als verdoppelt. Längst könnten nicht alle Erfordernisse zeitnah erfüllt werden. Für Wokern aber spricht, dass die Wehr mit 38 aktiven Kameraden rund um die Uhr einsatzfähig sei. Dazu komme, dass mittlerweile 90 Prozent der Einsätze über die Gemeindegrenzen hinaus gefahren werden. Für den alten W 50 eine harte Belastungsprobe.

Doch anderthalb Jahre wird das LF 20 noch durchhalten müssen. Erst Ende 2019 rechnen die Kameraden mit dem neuen Fahrzeug. 400 000 Euro wird es kosten. Davon trägt die Gemeinde 186 000 Euro. Der Landkreis Rostock schießt ebenfalls 80 000 Euro dazu.