Die Gemeinde Ivenack profitiert von der Schlossanlage und vom Tiergarten.
Die Gemeinde Ivenack profitiert von der Schlossanlage und vom Tiergarten. Carsten Büttner
Die Bürgermeister Stefan Guzu (links) und Roy Lüth nahmen in Schwerin die Anerkennung als Tourismusort entgegen.
Die Bürgermeister Stefan Guzu (links) und Roy Lüth nahmen in Schwerin die Anerkennung als Tourismusort entgegen. ZVG
Das Fritz-Reuter-Literaturmuseum ist ein touristischer Anziehungspunkt in Stavenhagen.
Das Fritz-Reuter-Literaturmuseum ist ein touristischer Anziehungspunkt in Stavenhagen. Eckhard Kruse
„Tourismusorte“

Ivenack und Stavenhagen können künftig Gästeabgabe kassieren

Zum ersten Mal hat das Wirtschaftsministerium in Schwerin das neue Prädikat „Tourismusort“ verliehen. Für Ivenack und Stavenhagen bedeutet das größere Entwicklungsmöglichkeiten.
Stavenhagen Ivenack

Die Gemeinde Ivenack und die Stadt Stavenhagen dürfen ab sofort das neue Prädikat „Tourismusort“ tragen. Sie gehören damit zu den ersten vier Kommunen, denen Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) am Mittwoch dieses Prädikat verliehen hat. Auch die Gemeinde Kargow und die Stadt Anklam waren darunter.

Minister rühmt Ivenacks Besonderheiten

„Das ist ein historischer Tag für die Region“, sagte der Stavenhagener Bürgermeister Stefan Guzu (parteilos). Nun werde es möglich, sich im Bereich Tourismus weiterzuentwickeln. Und auch Roy Lüth, Bürgermeister von Ivenack, freute sich, dass es seit dem Antrag vor wenigen Wochen so schnell und unbürokratisch geklappt hat. Er hofft, nun schnell bei der touristischen Entwicklung der Gemeinde mit Schloss, Tiergarten und Gutsspeicher voranzukommen.

Die Gemeinde Ivenack verfügt laut Minister mit den „Ivenacker Eichen“ über ein Nationales Naturmonument von kultur- und naturhistorischer Besonderheit. „Die Eichen gehören zu den ältesten Bäumen Deutschlands und sind ein Wahrzeichen der Region mit besonderer auch touristischer Symbolkraft und weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Im Park mit Baumkronenpfad, Aussichtsplattform, Wildtiergarten und Tiergarten-Café kann der Wald aktiv erlebt werden“, betonte Meyer. In Ivenack soll zum Beispiel in einen Kunst-Rundgang um den See, Sanitäranlagen und eine Touristeninformation investiert werden.

Mehr Geld zum Ausbau der Tourismus-Infrastruktur

Stavenhagen sei eingebettet in die Mecklenburgische Schweiz und kulturell durch Fritz Reuter geprägt. Das Geburtshaus Reuters diene als Literaturmuseum, Forschungsstätte und Touristeninformation. Weiter gebe es die Stadtkirche, das Schloss, den Schlossgarten und die Alte Synagoge für Touristen. Er erwähnte das Waldbad mit beheiztem Badewasser, Breitwasserrutsche, Spielplatz, Volleyballfeld und Waldcafé. Stavenhagen wolle außerdem in ein „Welcome-Center“ im Bahnhof zu investieren. Doch diese Idee ist momentan in Frage gestellt.

Die beiden Tourismusorte dürften nun eine Kurabgabe oder Tourismusabgabe von den Gästen verlangen. Das Geld könne für den Ausbau der touristischen Infrastruktur oder für Marketingmaßnahmen, digitale Gästekarten und kostenlose ÖPNV-Angebote eingesetzt werden, so der Minister. Meyer erhofft sich damit eine bessere Infrastruktur, mehr Mobilität und eine höhere Qualität des touristischen Angebots.

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