Nach tödlichem Unfall
Ivenacker Bürgermeister ruft zu Spenden für zwei Waisen auf

Angesichts des schweren Schicksalschlags in der Gemeinde ruft der Ivenacker Bürgermeister Stefan Guzu zu einer Spendenaktion für die Hinterbliebenen auf.
Angesichts des schweren Schicksalschlags in der Gemeinde ruft der Ivenacker Bürgermeister Stefan Guzu zu einer Spendenaktion für die Hinterbliebenen auf.
Eckhard Kruse

Zwei Kinder aus Ivenack werden sich in diesem Jahr nicht über den weihnachtlichen Lichterglanz freuen können. Sie verloren ihre Eltern auf tragische Weise. Der Bürgermeister hofft auf Hilfe für die Waisen.

Der schwere Schicksalsschlag, der zwei Kinder in der Gemeinde Ivenack traf, lässt auch den Ivenacker Bürgermeister Stefan Guzu nicht kalt. Er selbst war geschockt, als er von dem tragischen Unfall am Wochenende bei Löcknitz hörte.

„Obwohl ich Polizist bin und oft mit dem Tod zu tun habe, war ich lange sprachlos, als ich von den zwei Kindern hörte, die jetzt ohne Eltern sind“, sagte er. Ein achtjähriger Junge und ein 13-jähriges Mädchen verloren ihren Vater und ihre Mutter, als deren Auto in einen Bus gekracht war.

„Eine menschliche Tragödie”

Für Stefan Guzu ist das eine menschliche Tragödie. „Und dann noch so kurz vor Weihnachten.“ Er bot der Familie seine Hilfe an, regelte alles rund um den Unfallwagen. Guzu weiß aber auch, dass es viele andere Unterstützer gibt.

„Ich wünsche der Familie, dass sie das Ganze übersteht und einen neuen Weg findet“, sagte der Bürgermeister. Er hofft, dass sie die Kraft dazu finden, dass Gott ihnen hilft und dass das Jugendamt den Großeltern erlaubt, die Kinder weiter zu betreuen. Denn nichts wäre für die Kinder schlimmer, als sie aus ihrer gewohnten Umgebung und von ihren Freunden zu trennen.

Spendenaktion gestartet

„Ich habe lange überlegt, was ich noch machen kann”, erzählte Guzu. Er kam auf die Idee, eine Spendenaktion zu initiieren, um die finanzielle Belastung für die Familie gering zu halten. Denn das Auto sei noch nicht abbezahlt gewesen.

Wer helfen will, die Kosten dafür abzutragen, den bittet Stefan Guzu, etwas auf das Konto der Gemeinde einzuzahlen. Er wolle auch mit dem Autohaus sprechen, ob man die Summe weiter senken kann. „Ich hoffe, dass dann noch ein Rest für die Hinterbliebenen übrig bleibt.“ Es könne heute auch niemand sagen, ob noch psychologische Hilfe für die Kinder notwendig ist.

2016 nach Ivenack gezogen

Der 37-jährige Vater und die 36 Jahre alte Mutter waren erst 2016 in die Gemeinde gezogen. In der Eichenallee bauten sie sich gemeinsam mit den Großeltern, die schon länger im Ort wohnen, eine Haushälfte aus.

Die Kontodaten für die Hilfsaktion lauten: Kontoinhaber: Stadt Stavenhagen c/o Amt Stavenhagen, Bank: DKB Berlin, IBAN: DE 78 1203 0000 0000 3031 15, BIC: BYLADEM1001, Verwendungszweck: Hilfe für Ivenacker Waisenkinder