Das „Nationale Naturmonument” Ivenacker Eichen (hier ein Archivbild) wurde durch den Orkan „Zeynep” be
Das „Nationale Naturmonument” Ivenacker Eichen (hier ein Archivbild) wurde durch den Orkan „Zeynep” beschädigt und muss vorerst geschlossen bleiben. Carsten Büttner
Nach Orkan „Zeynep”

Ivenacker Eichen wegen Sturmschäden gesperrt

Zahlreiche Bäume sind im „Nationalen Naturmonument” durch das Orkantief „Zeynep” beschädigt worden. Fast hätte es sogar eine uralte Eiche erwischt.
dpa
Ivenack

Wegen eine Reihe von Sturmschäden bleibt der Tiergarten an den Ivenacker Eichen vorerst geschlossen. „Wir rechnen damit, dass das Aufräumen mindestens eine Woche dauern wird“, sagte Forstamtsleiter Ralf Hecker am Dienstag in Ivenack. Vor allem das Orkantief „Zeynep“ hatte am Samstag zahlreiche Bäume umgebrochen, die auf Wanderwege und Zäune fielen, sowie einen etwa einen Hektar großen und 80 Jahre alten Fichtenbestand in dem Tiergarten fast komplett umgeworfen.

„Zum Glück sind bei den uralten Eichen keine Schäden zu sehen“, sagte Hecker. Die Ivenacker Eichen gelten mit einem Alter zwischen 800 bis 1050 Jahren als älteste Stieleichen in Europa und sind Deutschlands erstes „Nationales Naturmonument“.

Kontrolle der Baumkronen

In einem Fall sei eine Buche direkt neben einer der uralten Eichen umgestürzt, sagte Hecker. Die Mitarbeiter des Forstamtes hatten am Wochenende auch alle Hände voll zu tun, um Löcher in dem Zaun um den Tiergarten zu schließen, damit die Wildtiere dort bleiben. Vor der Wiederöffnung müssten auch Baumkronen kontrolliert werden, um Gefahren von oben auszuschließen.

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Das 164 Hektar große Waldgebiet bei Ivenack beherbergt einen 75 Hektar großen Tiergarten mit Damwild, Wildpferden und Mufflons. Als Gästemagnet gilt auch der 620 Meter lange Baumkronenpfad, der ohne Schäden geblieben sei. Im Jahr kamen zuletzt etwa 110.000 Besucher. Auch der bei Touristen beliebte Bärenwald Müritz ist derzeit wegen Sturmschäden geschlossen.

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