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Jugendlicher zerstört Lebensretter

Hinter dieser Tür ist der Defibrillator in der Malchiner Sparkasse öffentlich zugänglich. Doch die Tür und auch der Lebensretter im Sparkassen-Foyer wurden beschädigt.
Hinter dieser Tür ist der Defibrillator in der Malchiner Sparkasse öffentlich zugänglich. Doch die Tür und auch der Lebensretter im Sparkassen-Foyer wurden beschädigt.
Eckhard Kruse

Jetzt nur keinen Herzinfarkt am Markt: Vermutlich von einem Jugendlichen ist in Malchin ein öffentlich zugänglicher Defibrillator beschädigt worden. Doch ein Notarzt verhinderte einen längeren Ausfall des Erste-Hilfe-Geräts.

Mindestens einem Menschen hat das grellgrüne, kleine Gerät schon das Leben gerettet. Doch nun war der sogenannte Defibrillator in der Sparkasse, der unter anderem bei Herzkammerflimmern zum Einsatz kommt, kaputt. Ein Jugendlicher hatte in der Nacht von Dienstag zu Mittwoch das kleine Schränkchen im öffentlich zugänglichen Eingangsbereich geöffnet und die Tür kaputt gemacht, teilte die Polizei mit.

Doch der Schaden ist noch viel größer, sagte am Donnerstagvormittag Ivo Fischer, der Leiter der Sparkassenfiliale. Nach seinen Angaben war das Erste-Hilfe-Gerät nicht mehr betriebsbereit. Es werde mindestens eine Woche dauern, bis es repariert wird, so die Befürchung. Doch dann kam der Notarzt Thomas Hanff vorbei und hat den Defibrillator durchgecheckt. Seit dem sei alles wieder okay, so der Sparkassen-Chef am Nachmittag. Das Gerät stehe wieder bereit, um Menschenleben zu retten.

Das Gerät ist der Einzige dieser Lebensretter direkt am Malchiner Marktplatz. Seit dem Jahr 2011 ist er für jedermann zugänglich in der Sparkassenfiliale aufbewahrt. Das Geldinstitut hatte das Gerät seinerzeit für 2500 Euro gesponsert. Das hat sich schon ein Mal richtig ausgezahlt. Denn im Jahr 2013 hatten Rathausmitarbeiter einem Kollegen nach einem Herzversagen damit das Leben gerettet.