TETEROW CITY

✅❌ Kann eine Künstler-Meile Leben in die Malchiner Straße bringen?

Auch in Teterow hat es die Innenstadt nicht leicht. Ein Künstler hat jetzt eine Idee zur Wiederbelebung. Und Sie können abstimmen: Ist das ein guter Vorschlag?
Tote City? Da lässt sich doch was machen. Wenn schon nicht die Stadt selbst, so machen sich nun Künstler einen Kopf.
Tote City? Da lässt sich doch was machen. Wenn schon nicht die Stadt selbst, so machen sich nun Künstler einen Kopf. Foto: Silke Voß Silke Voß
Wilfried Duwentester hat da so eine Idee.
Wilfried Duwentester hat da so eine Idee. Norbert Fellechner
Teterow.

Geht nicht gibt’s nicht – zumindest für Wilfried Duwentester. Künstler sind bekannt für Visionen, die für andere allein schon undenkbar sind. Und doch: Aktionen von Künstlern wie verhüllte Reichstage haben globale Bewegung erzeugt. Weltumspannend wird folgende Idee zwar nicht, aber vielleicht bewegt sie ja was. Der Görzhausener Bildhauer hat sich nämlich den Kopf zerbrochen statt zu jammern, und hat einen Vorschlag zur Belebung der Teterower City. Am Ende des Textes können Sie über die Idee abstimmen.

„Seit Jahren hören wir das nun – wieder ein Laden dicht, wieder eine Kneipe zu – die Malchiner Straße stirbt aus. Das wollen wir jetzt mal ändern!“ Und er hat sich gedacht, hier muss was passieren, was Discounter nicht können. „Lass doch die Discounter noch dicker werden“, meint Duwentester in Hinblick auf den gerade neu eröffneten Supermarkt Richtung Malchin, „die Innenstadt macht was ganz anderes.“

„Maschine-Straße” soll ein Innenstadt-Motor werden

Nämlich, und den Vorschlag gab es kurz nach der Wende schon mal, vom Markt bis zum Malchiner Tor wird die Straße Fußgängerzone. Es werden Bäume gepflanzt. Die Hauseigentümer stellen ihre leeren Läden für ein Jahr miet-, aber nicht kostenfrei zur Verfügung. Die Läden werden vermietet an Maler, Bildhauer, Töpfer, Schmuckgestalter, und die Straße wird Kunstmeile. „Die einzige Stelle, wo mal was los ist, ist die Ausstellungseröffnung in der Galerie. Das wollen wir jetzt auch in der Malchiner Straße haben“, möchte Duwentester, der die Meile „Maschine-Straße“ nennt, da sie ein Motor werden soll. Alles was bisher auf dem Markt stattfand, wird in die „Maschine-Straße“ verlegt.

Der Wochenmarkt etwa, aber nicht „wie bisher ein Stand neben dem anderen mit Billigklamotten“, sondern orientiert werden solle sich an Güstrow. Samstags gibt es einen etwas anderen Markt – ein bisschen Trödel, dazu Produkte aus der Umgebung, Spielzeug, Bücher, Currywurst-Pommes und und und. „Im Malchiner Tor steht eine kleine Bühne, da ist einer mit seiner Gitarre und singt, einer erzählt Witze und Kindergeschichten, einer spielt Puppentheater und einer macht ein Rock-Café. Da gibt’s Mucke für die jungen Leute der Stadt.“ Das ganze Projekt müsse von zwei jungen Leuten gelenkt und geleitet werden, „die da richtig was drauf haben. Die „vor allem eins begriffen haben: Geht nicht gibt’s nicht. Dann kommen Leute von überall her, weil die sowas noch nie gesehen haben.

Die Organisatoren haben auch einen kleinen Laden in der Maschine-Straße, die haben ein offenes Ohr: Was kann man besser, was kann man sonst noch machen? Die Presse wird berichten über ein Projekt, was es deutschlandweit noch nicht gibt, ein Projekt gegen das Aussterben der Innenstädte. Und nach ein bis zwei Jahren können die Hausbesitzer auch mal wieder daran denken, eine Miete zu kassieren, und wenn nichts Derartiges passiert, werden sie auch in zehn Jahren noch keine Mieten kassieren. Teterow ist eine schöne Stadt. Die hat es verdient eine lebendige Stadt zu sein. Wenn wir nichts riskieren, können wir auch nichts gewinnen“, meint Wilfried Duwentester.

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