JÖRDENSTORF FUßBALL-CAMP

Kinder lernen von einstigen Fußball-Profis

Eigentlich ist Spielpause. Aber in Jördenstorf dreht sich auch jetzt alles um das runde Leder.
Simone Pagenkopf Simone Pagenkopf
Gemeinsam mit ehemaligen Profis trainieren die Jungen und Mädchen im Fußball-Camp in Jördenstorf.
Gemeinsam mit ehemaligen Profis trainieren die Jungen und Mädchen im Fußball-Camp in Jördenstorf. privat
Neben Koordinations- und Techniktraining wird viel gespielt. Mila und den anderen Kindern macht‘s Spaß.
Neben Koordinations- und Techniktraining wird viel gespielt. Mila und den anderen Kindern macht‘s Spaß. Simone Pagenkopf
Die Männer aus Jördenstorf kümmern sich nicht nur um den Platz. Sie geben zum Beispiel auch das Mittagessen aus, das aus de
Die Männer aus Jördenstorf kümmern sich nicht nur um den Platz. Sie geben zum Beispiel auch das Mittagessen aus, das aus der Matgendorfer Küche kommt. Simone Pagenkopf
Jördenstorf.

Mila lässt sich die Butter nicht vom Brot nehmen. Dafür spielt die Achtjährige viel zu gern. Fußball. Zwar hat auch ihre Mannschaft, die F-Jugend des SV Jördenstorf, gerade Sommerpause, dennoch wird auf dem Sportplatz gekickt. Noch dazu mit ehemaligen Bundesliga-Profis. Dariusz Wosz absolvierte mit den Sechs- bis 14-Jährigen gerade einen Trainingstag. „Das ist schon toll“, freut sich mit den Kindern auch Steffen Karl, der zum dritten Mal das Ferien-Fußball-Camp in Jördenstorf veranstaltet. „Wir kennen uns aus Halle. Wir sind zusammen groß geworden“, erzählt er. „Und wir helfen uns untereinander.“ Beide kümmern sich nach ihrer aktiven Laufbahn heute um den Fußballnachwuchs. In Jördenstorf nutzen 42 Kinder, darunter drei Mädchen, das einwöchige Trainingscamp. „Wir kommen gern hierher. Die Resonanz ist gut und der Verein unterstützt uns auch sehr gut“, sagt Steffen Karl. Der verrät, dass es hier aber auch eine familiäre Verbindung gibt. Seine Schwestern sind nämlich seit Jahren in Teterow zuhause und führen als Familienunternehmen Steinmetz die Gaststätte „Uns Hüsung“. Dadurch sei der Kontakt zu hiesigen Vereinen überhaupt zustande gekommen.

Zehn Trainingseinheiten stehen im Ferien-Fußball-Camp in Jördenstorf auf dem Plan. Koordination, Technik, Torschuss und natürlich viel spielen. „Mein Ansinnen ist es, dass sich die Kinder weiterentwickeln und wir ihnen was mitgeben für die Zukunft. Ganz wichtig ist da auch Disziplin, dass sie zuhören, die Übungen verstehen und richtig ausüben“, so Steffen Karl. Zwischen 600 und 700 Kinder betreut er mit seinem Team im Sommer deutschlandweit in Ferien-Camps. „Es macht Spaß. Die meisten lernen was dazu. Die meisten kommen wieder.“

So wie Mila. Was ihr besonders gefällt? „Dass wir uns auspowern können. Und dass man mit seinen Freunden spielen kann, auch jetzt in den Ferien“, sagt sie. Und erzählt, dass sie schon mit vier Jahren mit dem Fußball angefangen habe. Ihr Papa spielt selbst auch beim SV Jördenstorf. Gegen ihn wird sie am Freitag antreten, darauf freut sich die Achtjährige schon besonders. Zum Ausklang des Camps sind nämlich Eltern, Geschwister, Großeltern auf den Sportplatz eingeladen. Und natürlich wird da auch gekickt.

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