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Kinder hacken Spielgeräte und Bäume in Teterow kaputt

Auch an einem Geländer machten sich die Kinder zu schaffen.
Auch an einem Geländer machten sich die Kinder zu schaffen.
Eckhard Kruse

Halbwüchsige zogen mit einer Axt bewaffnet durch Teterow und hackten auf ihrem Randale-Zug einiges kaputt. Doch ausgerechnet Ruhestörung wurde der Bande zum Verhängnis.

In der Bergringstadt gibt es offenbar eine Kinderschar, die unbändigen Spaß an der Zerstörung hat. Mit einem Beil oder einer Axt bewaffnet zogen sie über den Teterower Schulkamp. Mit dem Werkzeug hackten sie wahllos an den Linden herum. Sie schlugen auf einen Pfeiler des Brückengeländers ein, sodass Stücke absplitterten. Mit der Klinge des Beils trennten sie Späne vom großen Klettergerüst ab. Sie hauten auch auf andere Geräte ein und versuchten ein Seil einer Tellerschaukel zu durchtrennen.

Passiert war das Ganze schon am Freitagabend. Am Montag stellte Adolf Schlaak, Leiter der Teterower Kommunaltechnik bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt. „Das ist boshaftige Dummheit“, wetterte Schlaak.

Schlaak benennt das ganze Ausmaß des Schadens: Fünf Linden wurden mit der Beilklinge beschädigt. „Einen Baum mussten wir sogar fällen“, schilderte er. Das Geländer und die Spielgeräte müssten repariert und vielleicht müsse ein neuer Baum gepflanzt werden. Alles in allem kommt er damit auf Kosten von 2.000 bis 2.500 Euro.

Kommissar Zufall half bei der Ergreifung

Bis Montagnachmittag war noch vollkommen unbekannt, wer die Täter gewesen sein könnten. Doch dann wurden Polizisten an das Betreute Seniorenwohnen der AWO gerufen, weil dort eine Gruppe Kinder so stark lärmte, dass die Senioren sich beunruhigt fühlten. Als Verursacher machten die Beamten sieben Kinder zwischen 10 und 13 Jahren sowie einen Jugendlichen von 14 Jahren aus.

Lothar Fetzer spricht von drei Kindern, die für die Beil-Attacken verantwortlich sind. Woher sie das Beil hatten und warum sie damit randaliert haben, das würden erst die Ermittlungen ergeben.