Dolle Knolle

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Kleingärtner hat die dicksten und kuriosesten Kartoffeln

So eine Kartoffelernte wie in diesem Jahr hat Rudi Vogt in Malchin noch nie erlebt. Nicht nur, dass er besonders viele Knollen erntet, es sind auch ungewöhnliche Figuren dabei.
So eine Kartoffelernte wie in diesem Jahr hat Rudi Vogt in Malchin noch nie erlebt. Nicht nur, dass er besonders viele Knollen erntet, es sind auch ungewöhnliche Figuren dabei.
Kirsten Gehrke

Ein Malchiner hat in diesem Jahr nicht nur besonders viele, sondern auch sehr kuriose Tüften geerntet. So viel Spaß habe er im Garten noch nie gehabt.

Selbst erfahrene Kleingärtner können sprachlos werden. „So eine Kartoffelernte wie dieses Jahr hatte ich noch nie“, sagt Rudi Vogt. 30 Jahre hat er seinen Garten in der Anlage „Sonnenschein“ in Malchin, ist dort sogar schon 45 Jahre Mitglied, aber so ein fantastisches Gartenjahr habe er noch nicht erlebt. Vor allem seine Kartoffeln wachsen besonders gut. Nicht nur, dass er eine Menge Knollen aus der Erde holt, nein, da waren schon sehr kuriose Exemplare dabei.

Ein Gebilde, immerhin 700 Gramm schwer, hat Ähnlichkeit mit einem lässig liegenden Menschen. Mit etwas Fantasie ist sogar ein Bauchnabel zu erkennen. Andere Tüften sehen wie eine Ente oder eine Hantel aus. Da staunt selbst Rudi Vogt.

Eigentlich hatte er diesmal gar nicht mit einem großen Ertrag gerechnet. So spät wie noch nie konnte er die Saatkartoffeln auslegen, denn bis Mai sei der Boden noch völlig durchnässt gewesen. Trotz der Trockenheit habe er dann nicht viel gegossen, erzählt er. Nur in der Anfangsphase dreimal eine Tasse voll aus der Gießkanne. „Dann nicht mehr.“ Zudem komme nur Kuhdung in den Boden, kein chemischer Dünger. Offenbar haben sich die Sorten „Linda“ und „Solist“ bei ihm wohlgefühlt. Eine Staude mit 14 Pellnudeln hat er mal gewogen: zwei Kilogramm war diese schwer. „Andere Stauden hatten 17 und 19 Stück drunter“, sagt Rudi Vogt.