RäTSELHAFTE HöHLENWELT

Knochen aus Dachsbau kommen ins Müritzeum

Eine Ausstellung soll an die Wirbeltier-Fundstelle im Wald bei Malchin erinnern. Noch müssen allerdings viele Fragen um die Knochenfunde beantwortet werden.
Torsten Bengelsdorf Torsten Bengelsdorf
Andreas Lemcke vom Förderverein des Berliner Naturkundemuseums zeigte den Besuchern des Grabungsgeländes, wie sich die Dachsfamilien in vielen Jahren durch die Sandschichten gewühlt haben.
Andreas Lemcke vom Förderverein des Berliner Naturkundemuseums zeigte den Besuchern des Grabungsgeländes, wie sich die Dachsfamilien in vielen Jahren durch die Sandschichten gewühlt haben. Torsten Bengelsdorf
Ekkehard Runge fertigte von den Sandschichten Lackprofile an, die wie die Knochenfunde im Müritzeum ausgestellt werden sollen.
Ekkehard Runge fertigte von den Sandschichten Lackprofile an, die wie die Knochenfunde im Müritzeum ausgestellt werden sollen. Torsten Bengelsdorf
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Malchin.

Eine Auswahl der interessantesten Knochenfunde aus einem 10.000 Jahre alten Dachsbau bei Malchin soll künftig im Warener Müritzeum gezeigt werden. Das kündigte die Leiterin Andrea Nagel gegenüber dem Nordkurier an. Eine Zeit lang wird man auf die Ausstellung aber noch warten müssen. „Erst sollen auch die Ergebnisse der aktuellen Untersuchungen vorliegen, wir rechnen nicht vor zwei Jahren mit der Ausstellung, für die im Müritzeum auch noch Platz geschaffen werden muss”, erklärte Frau Nagel.

In der weitläufigen Höhlenwelt waren vor 50 Jahren über 300.000 Knochenreste von kleinen Wirbeltieren entdeckt worden. In den vergangenen Tagen hatten Forscher die Stelle erneut aufgegraben, um mit neueren Untersuchungsmethoden genauere Angaben über die Tierarten und das Alter des Bautensystem zu bekommen. Auch das konservierte Profil der Sandschichten will das Museum präsentieren.

Knochen sammelte nicht der Dachs

Noch nicht völlig geklärt ist, wie die ungeheure Menge an Knochen überhaupt in das Bautensystem gelangt ist. Der Dachs hat daran wohl nur einen geringen Anteil. Er verspeist seine Beute in der Regel dort, wo er sie gefunden hat. Und schleppt nur selten etwas mit nach Hause.

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