STREIT MIT MOTOBALLERN

„Kobra“-Streit um Waldarena schwelt noch

Ein Gespräch mit dem Pächter des Areals und der Stadt Malchin sollte nun endlich Klarheit bringen, ob der Motoball in Malchin noch eine Zukunft hat. Doch der Termin platzte.
Es lief nicht gut in diesem Jahr für Malchins Motoballer. Zu den sportlichen Misserfolgen gesellte sich auch noch ein han
Es lief nicht gut in diesem Jahr für Malchins Motoballer. Zu den sportlichen Misserfolgen gesellte sich auch noch ein handfester Streit um die Malchiner Waldarena, der die „Kobras“ den Rücken kehren könnten. Torsten Bengelsdorf
Malchin.

Bleiben Malchins Motoballer nun in der Waldarena oder ziehen sie für ihre Heimspiele und das Training doch lieber nach Teterow in die Speedway-Arena um? Ein bereits angesetztes klärendes Gespräch mit dem Waldarena-Pächter und der Stadt Malchin hat der Vereinsvorsitzende des Motorsportclubs (MSC) „Kobra“, Thomas Weggen, wieder abgesagt und auf unbestimmte Zeit verschoben. Grund sind offenbar die jüngsten Turbulenzen in dem Verein, die nicht nur durch schlechte sportliche Leistungen ausgelöst wurden, sondern auch durch hohe Strafzahlungen nach einer Spielabsage durch die „Kobras“.

Malchins Bürgermeister Axel Müller (CDU) hat unterdessen erneut versichert, dass die Motoballer in der Waldarena aus Sicht der Stadt Malchin bleiben können. „Es gibt einen auf 30 Jahre abgeschlossenen Pachtvertrag für die Nutzung der Waldarena zwischen unserem Pächter und dem MSC ,Kobra‘ als Unterpächter aus dem Jahr 2013, der weder von unserem Pächter noch von der Stadt in Frage gestellt oder gar gekündigt werden soll“, teilte Müller in seinem Bericht an die Stadtvertreter mit, die in dieser Woche tagen. Die Stadt Malchin hat die Waldarena an Toni Hassemer verpachtet, Sohn des Veranstalters des Biker-Treffens, das hier ebenfalls in jedem Jahr stattfindet.

Die „Kobras“ verlangen nun, dass die Stadt den Pachtvertrag kündigt und der Motorsportclub Hauptpächter für die Waldarena wird, um somit besser an Fördermittel heranzukommen. Die Stadt lehnt dies aus „vertragsrechtlichen Gründen“ aber ab. Bürgermeister Müller bezweifelt, dass ein Pachthauptvertrag Voraussetzung für Fördermittel ist. „Richtig ist aber, dass der Empfänger von Fördermitteln entweder Eigentümer der Fläche sein muss oder aber einen langfristigen Pachtvertrag über mindestens 25 Jahre zur Nutzung der Spielfläche haben muss“, erklärte Müller. Dieses Kriterium sei mit dem Unterpachtvertrag gegeben.

Warum es die „Kobras“ trotzdem unbedingt nach Teterow zieht, ist bislang nicht klar. Vom Verein kommen dazu unterschiedliche Signale. So waren am Rande einer Motoball-Begegnung im Juli in der Waldarena Unterschriften für den Verbleib des Sports in Malchin gesammelt worden, was im Rathaus für viele Irritationen gesorgt hatte. Kurz zuvor hatte Klub-Chef Weggen noch einmal klargestellt, dass es aus seiner Sicht keine Alternative zu dem Wechsel nach Teterow gibt.

In der Auseinandersetzung war im Sommer aber nicht nur die Stadt Malchin unter Druck geraten. Auch der Klubvorstand machte die Erfahrung, dass viele Fans, aber auch Sponsoren den Schritt nach Teterow nicht mitgehen würden. Auch Reinhard Hassemer stand heftig unter Beschuss – so sehr, dass er sich unter bestimmten Bedingungen bereit erklärte, den Hauptmietvertrag abzutreten. Davon hält allerdings wohl wieder die Stadt recht wenig.

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