Der alte Bahndamm von Teterow in Richtung Thürkow ist für Radfahrer derzeit ein beschwerlicher Weg. Lediglich in Ric
Der alte Bahndamm von Teterow in Richtung Thürkow ist für Radfahrer derzeit ein beschwerlicher Weg. Lediglich in Richtung Malchin führt bisher ein ausgebauter Radweg aus der Bergringstadt heraus. Eberhard Rogmann
Neue Hoffnung

Kommt Teterow endlich aus seinem Radweg-Dilemma?

Gerade einmal in Richtung Malchin kommen Radler gefahrlos voran. Auf allen anderen Stadtausfahrten sieht es für sie dagegen schlecht aus. Nun aber gibt es Hoffnung, dass sich daran vielleicht doch einmal etwas ändern könnte.
Teterow

In die Bemühungen zum Bau eines Radweges auf dem alten Bahndamm zwischen Teterow und Thürkow kommt wieder Bewegung. Hoffnung weckt der Stadtvertreter Jürgen Paries, der in Teterow auch den Bau- und Feuerwehrausschuss führt. Paries steht offenbar in engem Kontakt mit dem Straßenbauamt in Stralsund, das den Fahrradplänen auf der alten Bahnstrecke bisher skeptisch begegnet war. Und das hatte auch einen Grund, wie Paries jetzt erläuterte. Ein Radweg, der – wie es im Behördendeutsch heißt – straßenbegleitend ist, sollte auch immer in Sichtweite liegen. Allein schon deshalb, falls auf der Fahrrad-Trasse einmal etwas passiert. Zwischen Teterow und Thürkow sind Bundesstraße und Bahndamm aber an einigen Stellen ziemlich weit voneinander entfernt.

Paries sprach jetzt von einem neuen Förderprogramm, das bei der Sichtweite aber Ausnahmen zulassen würde. Das Straßenbauamt prüfe bereits, ob das neue Programm für den alten Bahndamm angewendet werden könne. Mit einer Entscheidung, ob aus einem befestigen Radweg auf dem ehemaligen Gleisverlauf doch noch einmal etwas wird, sei im nächsten Jahr zu rechnen.

Der Nutzung auf eigene Gefahr zugestimmt

In Teterow hatte sich bereits eine Interessengemeinschaft gebildet, die Einheimischen und Touristen den Weg auf dem stillgelegten Bahndamm ebnen will. Sogar Arbeitseinsätze waren bereits organisiert worden, auch um schon völlig zugewachsene Bereiche wieder frei zu räumen.

Eigentümerin der Trasse ist die Regio Infra GmbH mit Sitz in Putlitz. Sie hat zumindest der zeitweisen Nutzung als Rad- und Wanderweg auf eigene Gefahr zugestimmt, ist wohl aber auch nicht ganz abgeneigt, wenn dies eine Dauerlösung werden würde.

Planungen gehen auch in anderen Richtungen voran

Jürgen Paries hatte unterdessen noch eine weitere frohe Botschaft in Sachen Radwege. Demnach geht es auch mit der Planung an der B 104 in Richtung Klein Wokern voran. Gegenwärtig würden hier Grunderwerbsfragen geklärt. Der Stand der Planungen könnte zu Beginn des Jahres öffentlich vorgestellt werden. Paries schlug dafür einen Termin im Februar im Feuerwehrgerätehaus vor. „Auf jeden Fall passiert da etwas, die schlafen nicht”, meinte er zu den Bemühungen des Straßenbauamtes.

An der Bundesstraße 104 endet der Radweg aus Richtung Güstrow immer noch am Abzweig Neu Wokern. Bis Teterow sind es von hier noch sechs Kilometer. Das Straßenbauamt hatte im September angekündigt, dass je nachdem wie zügig die Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern verlaufen, mit einem Baubeginn im Frühjahr 2022 zu rechnen sei. Die Kosten für diesen Lückenschluss liegen bei etwa 2,2 Millionen Euro.

Auch an der B 108 in Richtung Waren würden sich viele Teterower einen Radweg wünschen.

 

 

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