Antje und Miri Hornburg-Zeneli in Grammentin sind mitten in der Pandemie in die Gastronomie eingestiegen. Ihr Konzept Brasseri
Antje und Miri Hornburg-Zeneli in Grammentin sind mitten in der Pandemie in die Gastronomie eingestiegen. Ihr Konzept Brasserie und Dorfladen geht offenbar auf. Es läuft. Kirsten Gehrke
Von der Terrasse und vom Märchengarten kann man den Sonnenuntergang beobachten. Im Hintergrund ist der Kummerower See.
Von der Terrasse und vom Märchengarten kann man den Sonnenuntergang beobachten. Im Hintergrund ist der Kummerower See. ZVG Privat
Lecker gedeckte Tische auf der Terrasse
Lecker gedeckte Tische auf der Terrasse Zvg/privat
Brasserie

Konzept mit Laden und Gastronomie funktioniert am Kummerower See

Als vor einem Jahr ein junges Paar in Grammentin mitten in der Pandemie eine Brasserie eröffnet hat, fanden das viele mutig. Doch es hat sich gelohnt.
Grammentin

Mitten in der Pandemie haben Antje und Miri Hornburg-Zeneli ausgerechnet auf dem Land eine Brasserie eröffnet, und die läuft gut in Grammentin. „Wir können uns nicht beklagen”, sagt die 40-Jährige. Im Gegensatz zu anderen in der Branche sehen sie hoffnungsvoll in die Zukunft. „Es ist viel Arbeit, ja”, gibt sie zu und weiß, dass es mutig war, es in Zeiten wie diesen zu wagen. Trotz der Corona-Einschränkungen am Anfang habe sie in dem ersten Jahr gemerkt, wie Gastronomie am Kummerower See gefehlt hat und es immer noch nicht genug Angebote gibt. „Der erste Sommer war super und wäre nicht Corona gewesen, wäre er spitze ausgefallen.” Im Winter seien viele Stammgäste aus der Umgebung gekommen. Auch durch die habe es so gut geklappt.

Fast jeden Abend volle Räume

Wenn auch in diesem Sommer weniger Touristen als letztes Jahr unterwegs sind, sei die Brasserie fast jeden Abend voll. Ratsam wäre da, vorher anzurufen. „Wir haben schon Tische rausgeräumt, alles möglich gemacht, was geht”, erklärt Antje Hornburg-Zeneli. Am liebsten sitzen die Gäste auf der Terrasse, von wo aus sie den Sonnenuntergang über den Kummerower See beobachten können. Vor dem Herbst hätten sie keine Angst, würden sich von der neuerlichen Debatte um wieder schärfere Corona-Regeln nicht verrückt machen. „Schlimmer als letztes Jahr kann es nicht werden”, glaubt die Grammentinerin. „Das werden wir dann auch schaffen.” Der integrierte Dorfladen werde hingegen mehr noch von Touristen genutzt als von Einheimischen. Das Konzept Laden und Gastronomie gehe auf, aber nur der Laden allein würde nicht funktionieren.

Fläche mit Märchenthemen gestaltet

Inzwischen nimmt auch der Märchengarten Gestalt an. Nach und nach soll die Fläche am Haus nach Märchenthemen gestaltet werden, „was wohl eine Lebensaufgabe werden wird”. Angefangen mit dem Peter-Hase-Gemüsegarten werden Früchte schon direkt in der Restaurantküche verwertet. Derzeit entsteht der Zwerg-Nase-Kräutergarten. Für 2023 sei ein Wasserspielplatz geplant, hierfür habe man Fördermittel bei Leader beantragt. Auch ein Wald soll noch gepflanzt werden. „So arbeiten wir uns Stück für Stück über das Gelände vor.” Zu entdecken gebe es schon jetzt auch ein Bienenstock als Schau für die Imkerei. Einmal in der Woche sei der Imker aus dem Dorf vor Ort und könne bei der Arbeit beobachtet werden.

 

 

 

 

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Kommentare (1)

Schöne Geschichte, guter Artikel.