Etwa 250 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur oder Vereinen waren der Einladung des Landkreises Seenplatte zum Sommerfes
Etwa 250 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur oder Vereinen waren der Einladung des Landkreises Seenplatte zum Sommerfest in die Darguner Kloster- und Schlossanlage gefolgt.
Am Kummerower See

Kraniche verhindern Feuerwerk bei Sommerfest

In Darguns historischen Mauern feiert der Seenplatte-Landkreis offenbar ganz gern. Nach der Corona-Pause war es Freitagabend mal wieder soweit.
Dargun

Über 400 Kraniche, die sich gerade am Westufer des Kummerower Sees sammeln, haben das Sommerfest-Programm des Seenplatte-Landkreises am Freitagabend ein wenig durcheinander gebracht. Das an der Kloster- und Schlossanlage von Dargun angekündigte Feuerwerk durfte wegen der Glücksvögel nicht gezündet werden.

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Dafür war dann an der historischen Kulisse eine Laser-Show vorbereitet, die „den Piepmaz überhaupt nicht stört”, wie Landrat Heiko Kärger vor etwa 250 geladenen Gästen des Sommerfestes sagte.

Trotz der Kraniche gefällt es den Offiziellen des größten deutschen Landkreises offenbar ganz gut an ihrem nordwestlichsten Zipfel. Schon zum dritten Mal hatten sie den Kloster- und Schlosskomplex für die Sommerparty ausgesucht, die sowohl Kärger als auch Kreistagspräsident Thomas Diener gegen Kritik verteidigten.

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„Wenn wir aufhören, uns zu unterhalten, hören wir auch auf, uns zu treffen. Dann verlieren wir Zusammenhalt. Und ohne Zusammenhalt werden wir es nicht schaffen”, meinte Kärger. Das Sommerfest solle ein Dankeschön für Menschen aus der Region sein, die etwas Besonderes leisten. „Wir haben sonst gar keine Möglichkeit, Danke zu sagen. Der Landkreis ist so groß geworden.”

Applaus erhielt der Landrat auch für seinen Appell an die Landes- und Bundespolitik, darüber nachzudenken, ob die Sanktionen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg noch richtig sind: „Wir werden sonst erleben, dass im Herbst viele Menschen auf der Straße sein werden.”

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