Umbau zu teuer
Kummerow plant jetzt wieder Kita-Neubau

Die Kita „Seebärchen“ in Kummerow wurde 1980 gebaut und müsste saniert werden. Doch ein Umbau ist nicht möglich. Die Gemeinde ist durch Auflagen des Kreises in Zugzwang.
Die Kita „Seebärchen“ in Kummerow wurde 1980 gebaut und müsste saniert werden. Doch ein Umbau ist nicht möglich. Die Gemeinde ist durch Auflagen des Kreises in Zugzwang.
Kirsten Gehrke

Die Gemeinde musste erneut umdenken. Nachdem schon ein Umzug der Kita nichts wurde, ist nun auch der Umbau des derzeitigen Domizils geplatzt.

Die Gemeinde Kummerow gerät immer stärker in Zugzwang. Nachdem sich der Einzug der Kita in den Schlosskomplex zerschlagen hat, ist nun auch ein Umbau des Baracken-Gebäudes vom Tisch. Jetzt will die Kommune einen Neubau. Die Zeit drängt. Denn das Jugendamt des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte will bald eine Lösung sehen, wie seine Auflagen erfüllt werden.

Das Kita-Gebäude wurde 1980 gebaut, der Anbau zwei Jahre später. Es müsste dringend saniert werden. Die Räume sind klein, die Sanitäranlagen alt. Auch am Haus hat der Zahn der Zeit genagt. Doch ein Umbau ist offenbar nicht möglich, nicht nur aus baulicher, sondern auch aus finanzieller Sicht. Wie Andrè Ebeling von der Wählergruppe „Unabhängige Bürger der Gemeinde Kummerow (UBGK)“ sagt, wird ein Neubau besser gefördert. Und die Gemeinde müsse in ihrem finanziellen Rahmen bleiben.

Pläne noch in der Schublade

Doch dauert ein Neubau nicht zu lange? Ganz neu sind die Pläne offenbar nicht. Ein Projekt liege bereits vor, so Ebeling. Vor einigen Jahren habe die Kommune schon einmal darüber nachgedacht, eine Kita neu zu bauen. Als jedoch die Option Schloss kam, habe man damals die Pläne aufgegeben. Die könnten ohne Weiteres aus der Schublade geholt werden. Offen sei aber, wie schnell Fördermittel fließen und die Bauaufträge rausgehen können.

Auch müsse der Standort klar sein. Und das sei noch ein Problem. In einer Sondersitzung der Gemeindevertretung hat die UBGK den Vorschlag gemacht, nordöstlich vom Sportlerheim das Flurstück zu wählen. Dort sei die Lage direkt am Kummerower See sehr ruhig. Der angrenzende Sportplatz könnte mitgenutzt werden. Die Mehrheit in der Gemeindevertretung habe sich für diesen Bauplatz ausgesprochen.

Doch es gibt auch hier einen Haken: Auf dieser Fläche gibt es im Moment kein Baurecht, weil sie außerhalb des Bebauungsplanes der Gemeinde liegt. „Wir sind sicher, dass ein harter Kampf auf die Kummerower Gemeindevertretung zukommen wird“, meint der Abgeordnete. „Die Behörden werden sich höchstwahrscheinlich auf die Aktenlage stützen.“ Die Kummerower hoffen aber auf eine Entscheidung im Sinne der Kinder, schließlich wurde vor einigen Jahren auch für den Bau des Sportlerheims eine Ausnahme genehmigt.