UNTERSCHRIFTENSAMMLUNG

Kummerower kämpfen um Straße und Radweg

Die Kummerower wollen sich nicht länger vom Landkreis hinhalten lassen und fordern eine Lösung für die kaputte Kreisstraße durch die Gemeinde und den angrenzenden Radweg. Eine Unterschriftensammlung soll den Druck erhöhen.
Kirsten Gehrke Kirsten Gehrke
Die Kreisstraße durch Kummerow ist ein buckliger Flickenteppich, der Radweg daneben zum Teil regelrecht gefährlich für Radfahrer.
Die Kreisstraße durch Kummerow ist ein buckliger Flickenteppich, der Radweg daneben zum Teil regelrecht gefährlich für Radfahrer. Kirsten Gehrke
Kummerow.

Die Gemeinde Kummerow will jetzt beim Landkreis Mecklenburgische Seenplatte mehr Druck machen. Mehrfach hat sie schon den schlechten Zustand der Kreisstraße kritisiert. Doch getan hat sich bisher nichts. Auch der Radweg an der Kreisstraße müsste dringend saniert werden. Immerhin weisen nun Schilder Radfahrer daraufhin, dass der Weg Schäden hat. Aber eine Lösung sei das nicht. Der Kreis würde den Radweg am liebsten sperren und sich seiner ganz entledigen – und sich so aus der Verkehrssicherungspflicht mogeln.

Wie Bürgermeister Bernd Moritz in der jüngsten Einwohnerversammlung erklärte, hätte die Kommune die Trasse übernehmen und den nötigen Neubau selbst zahlen können, aber das lehne sie ab. Immerhin würde dies bis zu 270.000 Euro kosten. Das Geld habe die Gemeinde nicht. Mit einer Unterschriftensammlung wollen die Kummerower nun den Landkreis drängen, Weg und Straße instand zu setzen. Denn sie wollen die Buckelpiste von Leuschentin über Kummerow bis Axelshof nicht länger hinnehmen.

Tempo-Begrenzung mehrfach abgelehnt

Die Anwohner sind genervt. Für 40-Tonner, die durch die Dörfer fahren, ist die Straße gar nicht auslegt. Seinerzeit war an einigen Stellen Kopfsteinpflaster nur mit Bitumen überzogen worden. Selbst Autofahrer „hopsen“, wenn sie die Kreisstraße entlang fahren. Überall sieht man geflickte Stellen. An den Dellen merkt man, wie desolat die Fahrbahn ist. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h in den Orten hat der Kreis immer wieder abgelehnt. Die Begründung war, dass es hier kein erhöhtes Unfallgeschehen gebe, das eine Geschwindigkeitsreduzierung rechtfertigen würde.

Die Kummerower fühlen sich mit ihrem Problem allein gelassen. Wie bei der Straße ist auch auf dem Radweg der Asphalt in die Jahre gekommen. Risse und Löcher hat dieser. Die Breite entspricht nicht dem heutigen Standard. Eigentlich müsste ein völlig neuer Weg her. Etliche Bürger nutzten während der Einwohnerversammlung die Gelegenheit und unterzeichneten die Listen der Unterschriftensammlung. So hoffen sie, dass sich endlich etwas bewegt. Von bisherigen Aussagen des Landkreises, es sei nicht absehbar, ob und wann vielleicht mal die Straße ausgebaut werden kann, wollen sich die Kummerower nicht abschrecken lassen.

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