GÜLLE IM NATURPARK

Kummerower Landwirt muss Strafe fürchten

Im Sommer vergangenen Jahres güllte ein Kummerow Landwirt unerlaubt in der Kernzone des Naturparks. Nun hat er sogar eine unbefristete Erlaubnis dafür.
Eckhard Kruse Eckhard Kruse
Anlieger aus Kummerow hatten im Sommer bemerkt, dass die geschützten Moorwiesen am See mit Gülle gedüngt worden waren.
Anlieger aus Kummerow hatten im Sommer bemerkt, dass die geschützten Moorwiesen am See mit Gülle gedüngt worden waren. Eckhard Kruse
Kummerow.

Der Landkreis Seenplatte ermittelt gegen den Kummerower Landwirt Norbert Stöwesand. Die Behörde hatte im Juli nach Hinweisen von Anwohnern festgestellt, dass er unerlaubt Gülle in den geschützten Moorwiesen der Kernzone des Naturparks bei Kummerow aufgebracht hatte. In der Folge wurde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet, teilte Kreissprecherin Haidrun Pergande mit. Das sei noch nicht abgeschlossen.

Aufgefallen war das Vergehen nach Hinweisen von Anwohnern und Gartenbesitzern. Die hatten des Nachts über heftigen Geruch nach Gülle an ihren Grundstücken geklagt. Der Gestank sei so heftig gewesen, dass ihnen die Augen brannten. Anschließend entdeckten sie, dass auch am Landweg nach Leuschentin gegüllt worden war.

Genehmigung war ausgelaufen

Die Anwohner hatten mit ihrer Annahme, dass ein Vergehen vorliegt, recht. Allerdings hatte Stöwesand nur vergessen, eine Sondergenehmigung für die Gülleaufbringung in den Moorwiesen zu verlängern. Die war nämlich ausgelaufen.

Stöwesand stellte daraufhin einen neuen Antrag. Der wurde bewilligt. Nun habe der Landwirt eine unbefristete Genehmigung zur Ausbringung von organischen und anorganischen Düngemitteln bekommen, informierte die Sprecherin.

Ermittlungen laufen trotzdem

Die Ordnungswidrigkeitsverfahren werde trotzdem weiter laufen. Der Landwirt hatte aber betont, dass er die Wiesen zur Futtergewinnung braucht. Ansonsten könne er mit der Milchviehhaltung im Dorf aufhören.

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