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Kunstkapelle lockt mit Farbrausch

Catherine Désenfant bereitet die Ausstellung vor. Hier zeigt sie eines ihrer Berlin-Bilder.[KT_CREDIT] FOTO: Iris Diessner

VonIris DiessnerBunt wird es ab morgen in der Kunstkapelle von Remplin. Eine französische Künstlerin hat das Kleinod für sich entdeckt.Remplin.„Das, was ...

VonIris Diessner

Bunt wird es ab morgen in der Kunstkapelle von Remplin. Eine französische Künstlerin hat das Kleinod für sich entdeckt.

Remplin.„Das, was mich ausmacht, ist die Farbe.“ Erstmals stellt Catherine Désenfant, die seit vielen Jahren in Berlin lebt, in der Kunstkapelle Remplin ihre Bilder aus.
Galerist Peter Balsam habe sie im Internet „entdeckt“ und ihr von der Kapelle berichtet, die er vor gut einem Jahr zur Kunst-Begegnungsstätte hergerichtet hat. „Jetzt, wo ich sie selbst sehe, bin ich beeindruckt von diesem Ort“, meint sie. Die Kapelle wirke so authentisch. Und sie stelle gern dort ihre Bilder vor, wo man ins Gespräch kommt. Das will sie gern, wenn ihre Ausstellung morgen um 15 Uhr in Remplin eröffnet wird.
„Ich zeige einen kleinen Querschnitt aus meinem Schaffen der vergangenen 15 Jahre“, erzählt die Künstlerin. Ein Bild sei sogar noch älter. Da habe sie noch mit Kohle gezeichnet. Heute seien ihre Bilder farbig. „Und an der Kunstschule vor zehn Jahren habe ich Öl für mich entdeckt, es ist die Königsdisziplin“, meint sie.
Wer genau hinschaut, wird entdecken, dass manche Bilder von Catherine Désenfant wie übermalt wirken. „Ich mache zwei verschiedene Computerentwürfe, die dann zusammengefügt werden“, erklärt sie. So seien auch die beiden Berlin-Motive entstanden. Im Porträt eines jungen Mädchens, das sie symbolisch für das neue Berlin sieht, ist die Profilansicht einer älteren Frau zu erkennen. „Sie steht für mich für die Generation der Trümmerfrauen, die diese Stadt wieder mitaufgebaut hat“, so die Französin. Auch die bröckelnde Mauer hat ihren Platz auf dem Bild gefunden.

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i.diessner@nordkurier.de