Berufswettbewerb

:

Latte höher gelegt im Berufswettstreit der jungen Melker

15 Teilnehmer bei Leistungsmelken in Alt Sührkow.

Ich hab’ die Eins gezogen und kann nicht klagen. Es lief eigentlich ganz gut.“ Per Handy gibt Steffen Schildt gestern Nachmittag seinen ersten Eindruck vom Berufswettbewerb nach Hause durch. Dabei gehört der junge Mann im Leistungsmelken zu den alten Hasen. Seit nach der Wende die Meisterschaften im Kreis wieder veranstaltet werden, hat er jedesmal teilgenommen. Und mit Erfolg – Landesmeister war er und auch im Bundeswettbewerb zeigte er der Konkurrenz aus Bayern, wo die Lederhose hängt.Während Steffen Schildt den Blick schon interessiert auf die Rivalen richtet, hat sein Bruder Marco mit Startnummer 6 den praktischen Teil noch vor sich. „Die Theorie war anspruchsvoller als in den Vorjahren. Da waren ein paar ganz knifflige Fragen“, räumt er ein. Insgesamt 15 junge Viehwirte stellten sich auf dem Milchhof Alt Sührkow dem Leistungsvergleich.

„Darunter sind sieben Frauen, ein sehr gutes Verhältnis“, befindet Ulrich Meyer vom Landeskontrollverband für Leistungs- und Qualitätsprüfung. In drei Bereichen müssen die Teilnehmer Wissen und Können unter Beweis stellen: Theorie, Hygiene und Praxis. Was die Theorie betrifft, bestätigt Meyer den Eindruck der Schildt-Brüder. „Wir haben die Latte ein wenig höher gelegt in der Theorie. Seuchenhygiene und Tierernährung spielen eine größere Rolle im Test“, äußert er.Der Milchhof Alt Sührkow richtet das Leistungsmelken übrigens bereits zum fünften Mal aus. Heute Nachmittag wird hier die zweite Gruppe in den Wettstreit treten. Am Abend erfolgt dann in der Gaststätte des Dorfes die Auswertung. Der Sieger des Kreisausscheids wird zum Landesausscheid fahren. Der findet Anfang März in Hohen Zieritz statt.