Unsere Themenseiten

Lärm an Teterows Straßen

:

Laut wie ein Presslufthammer

Blech an Blech. Rund 12000 Fahrzeuge rollen täglich über die B104/108 durch Teterow. Das hat das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie ermittelt.
Blech an Blech. Rund 12000 Fahrzeuge rollen täglich über die B104/108 durch Teterow. Das hat das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie ermittelt.
Simone Pagenkopf

Teterower hoffen auf ein Wunder. Auf eines, das in den Straßen der Stadt für Ruhe sorgt. Rund 12 000 Fahrzeuge schieben sich nämlich täglich durch die Stadt. Und die machen dabei mächtig Krach.

Das hat gedauert. Und zwar gut zwei Jahre. Im April 2012 hatten die Teterower vom Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) ihre Lärmdiagnose bekommen. Übrigens als Erste in M-V. Jetzt gehören sie - zumindest hier in der Region - zu den Letzten, die einen Plan erarbeiten, wie dem Verkehrslärm beizukommen ist. Dabei haben die Bergringstädter ganz schön was auszuhalten. Einige Anwohner in der Poggestraße seien einem Lärmpegel von über 75 Dezibel ausgesetzt, heißt es aus dem LUNG. Das ist schon fast mit dem Geräuschpegel eines Presslufthammers zu vergleichen. Und wer ist schuld? Täglich rollen rund 12 000 Fahrzeuge über die B 104/108, die in der Stadt zusammentreffen, so das Ergebnis von stichprobenhaften Zählungen.

Seit Ende letzter Woche hat Birgitt Hohenegger vom Stadtbauamt nun endlich Empfehlungen von der UmweltPlan GmbH Stralsund für den Lärmaktionsplan, wie er förmlich heißt, in den Händen. 46 Seiten dick. "Die muss ich erst mal studieren", räumt sie ein. Eines aber fiel ihr schon auf: Das so oft geforderte Tempolimit von 30 km/h nachts für Lkw sei nicht unbedingt ein Allheilmittel, um Verkehrslärm zu dämpfen.

"Wir werden die Vorschläge jetzt prüfen", verspricht Birgitt Hohenegger. Wann was umgesetzt wird, da vermag sie sich zeitlich nicht festzulegen. "Uns gehört die Straße nicht, wir müssen mit dem Straßenbauamt und dem Amt für Straßenbau und Verkehr beim Landkreis verhandeln, was machbar ist." Die Stellungnahmen würden dann mit dem Aktionsplan öffentlich beraten. Und der enthält nicht nur die gemeinsame Strecke von B104/108, wie vom LUNG gefordert. Rainer Horenburg von der UmweltPlan GmbH hat auch gleich die Bahnhofstraße und die v.-Moltke-Straße mit einbezogen.