BRAND IN RITZEROW

Leitstelle schickte Feuerwehr erst in falschen Ort

Ritzerows Feuerwehr sollte am Sonnabend ein brennendes Haus löschen. Doch in Galenbeck, dem Ort der Alarmierung, brannte es gar nicht.
Eckhard Kruse Eckhard Kruse
Nach Einschätzung von Polizei und Brandermittler könnten zwei Ölradiatoren das Feuer ausgelöst haben.  
Nach Einschätzung von Polizei und Brandermittler könnten zwei Ölradiatoren das Feuer ausgelöst haben. Eckhard Kruse
Ritzerow.

Wenn der Ritzerower Wehrführer nicht in Galenbeck wohnen würde, dann wären die Ritzerower Feuerwehrleute am Sonnabend wahrscheinlich nach Galenbeck ausgerückt. Anstatt in Ritzerow das brennende Wohnhaus zu löschen, hätten sie im Ortsteil Galenbeck vergeblich nach einem Feuer gesucht. Doch weil Reiner Christofzik aus Galenbeck kommt, konnte er den gerade ausrückenden Kameraden versichern, dass sein Nachbarhaus nicht in Flammen steht.

Christofzik und auch Amtswehrführer Gerrit Lange gehen davon aus, dass die Rettungsleitstelle sich im Ortsteil geirrt hat, als sie die Kameraden gegen 4.30 Uhr alarmierte. Einige Minuten später sei die Alarmierung aber auf „Ritzerow“ erneuert worden. So wurden die Kameraden, die das Feuer vorher hinter dem Neubaublock nicht sehen konnten, in Ritzerow fündig.

Keine Hinweise auf vorsätzliche Brandstiftung

Der Brandursachenermittler hat sich unterdessen das nun unbewohnbare Haus angesehen, teilte Polizeisprecherin Diana Mehlberg mit. Es gebe derzeit keine Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung. Es müsse noch geprüft werden, ob ein technischer Defekt an den beiden Ölradiatoren vorlag. Die Geräte waren aufgestellt worden, um das Haus vor dem Einzug schon einmal durchzuheizen. Der Schaden beläuft sich auf etwa 80.000 Euro.

Erst vor knapp einer Woche hatte die Leitstelle auch eine andere Feuerwehr falsch alarmiert.

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