NACH KRITIK VON ANWOHNERN

Lelkendorfs Tierpark-Chef wehrt sich gegen Vorwürfe

Harsche Kritik Einzelner beirrt den Leiter des Tierparks Lelkendorf nicht. Er hält seinen eingeschlagenen Kurs und baut auf die Gemeinschaft im Dorf.
Alexander Vay und seine Mitarbeiter haben viel Kraft investieren müssen, um die Thinghalle am Haustierpark Lelkendorf wie
Alexander Vay und seine Mitarbeiter haben viel Kraft investieren müssen, um die Thinghalle am Haustierpark Lelkendorf wieder in einen ordentlichen Zustand zu versetzen. Eberhard Rogmann
Der Backofen in der Thinghalle musste von Grund auf instandgesetzt werden. Alles zugleich könnten sie aber eben nicht sch
Der Backofen in der Thinghalle musste von Grund auf instandgesetzt werden. Alles zugleich könnten sie aber eben nicht schaffen, sagt Alexander Vay. Alexander Vay
Lelkendorf.

Mit Schwung stößt Alexander Vay die schwere Tür der Thinghalle am Haustierpark in Lelkendorf auf. Morgendliches Sonnenlicht flutet durch die Dachöffnung des Rondells. „Ein Schafpferch ist das hier wahrlich nicht.“ Vay weist mit einer Handbewegung in die Runde. Der Vorwurf aus dem Dorf, er würde den Bau als Schaftstall nutzen und das Areal den Dorfbewohnern verschließen, hat den Betreiber des Parkes getroffen. Er bedauert, letzte Woche selbst nicht auf der Sitzung des Gemeinderates zugegen gewesen zu sein. Dort war harsche Kritik an den Zuständen auf dem Areal und dem Umland des Parkes laut geworden. Was Vay als unfair empfindet. „Wenn jemand meint, dass hier etwas nicht in Ordnung ist, darf das kritisiert werden. Doch warum kommt der Betreffende nicht zu uns?“

Freimütig räumt er ein, dass Schafe in der Thinghalle untergebracht waren. Zwei Lämmer für eine Woche. „Wir hatten im April große Probleme mit den Kolkraben. Die gingen auf die neugeborenen Lämmer los. Wir hatten Verluste. Da hat eine Pflegerin zwei Lämmer in die Halle gebracht und dort aufgezogen“, erläutert er. Nach wenigen Tagen kamen die Tiere wieder zur Mutter. Seither wird die Halle wie gewohnt genutzt. „Das heißt, wir mussten dort erst einmal baulich etliches in Ordnung bringen. Zum Beispiel den Lehmbackofen. Da fielen schon die Steine raus. 2500 Euro hat uns das gekostet.“

Zwei Hängerladungen Müll geborgen

Das war längst nicht die einzige Baustelle auf dem Gelände. So wurde das Regenbecken entrümpelt. Zwei Hängerladungen von Müll, darunter Elektrogeräte und Gartenmöbel schafften die Mitarbeiter weg. Woher das wohl kam?

Den Vorwurf, er würde dem Dorf das Areal am Tierpark entziehen, kann Alexander Vay nicht nachvollziehen. „Wir haben den Spielplatz gemeinsam mit dem Bauern Schulte-Ebbert hergerichtet. Ein Dutzend Kinder aus dem Dorf ist ständig hier und etliche helfen bei der Pflege der Tiere“, zählt er auf. Dass die Feuerwehr ihr Oktoberfest am Gerätehaus ausrichtet, sei deren eigener Wunsch. „Da hätten sie alles vor Ort“, hieß es. Vay verweist darauf, dass unter seinen Mitarbeitern etliche Mitglieder der Feuerwehr sind. „Wir haben hier noch einiges vor und sind auf dem Weg, dass die Einrichtung sich selbst trägt“, zeigt er auf. Der Sommer sei gut gelaufen, die Besucherzahl gestiegen. „Natürlich gibt es auch das eine oder andere, wo‘s noch hakt. Alles schaffen wir nicht zugleich. Aber die Dorfgemeinschaft ist uns wichtig“, betont er.

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