OFFENER BRIEF

Linke wollen das Kino in Malchin retten

In einem Offenen Brief bitten die Stadtvertreter der Linken den neuen Eigentümer des Gebäudes darum, dass er sein Konzept für das Kino überdenkt.
Der neue Eigentümer des Malchiner Kino-Baus hat eigene Vorstellungen, wie es mit dem Kino weitergehen soll.
Der neue Eigentümer des Malchiner Kino-Baus hat eigene Vorstellungen, wie es mit dem Kino weitergehen soll. Torsten Bengelsdorf
Linke-Fraktions-Chef Gerold Lehmann.
Linke-Fraktions-Chef Gerold Lehmann. Torsten Bengelsdorf
Malchin.

In den Streit um das Malchiner Kinogebäude hat sich jetzt die Stadtfraktion der Linken eingeschaltet. Fraktionsvorsitzender Gerold Lehmann macht in einem Offenen Brief an den neuen Eigentümer des Hauses, Thomas Braasch, deutlich, wie wichtig sowohl das Kino als auch der Einkaufsmarkt „Nah und Frisch“ für die Stadt Malchin sind.

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Neuer Eigentümer will Angestellte vor die Tür setzen

Die Linke appelliert an Braasch, sein Konzept für das Gebäude zu überdenken. Der neue Eigentümer hatte angekündigt, sich vom Kino-Betreiber und seinen Angestellten trennen zu wollen und einen Filmbetrieb nach eigenen Vorstellungen aufzubauen.

„Dass dieses Kino bis heute überlebt hat, ist einzig und allein Verdienst der Angestellten. Sie betreiben das Kino mit Leidenschaft, ganz viel Engagement und Herzblut“, schreibt Lehmann. Die Angestellten würden Menschen aller Einkommensschichten Filmspaß und großes Kino bieten. Das Team der Filmbühne wisse, wie man ein Kino in einer Region betreibt, in der die Einkommen die niedrigsten in der Bundesrepublik sind.

Verlust an Lebensqualität

Ein großer Verlust an Lebensqualität besonders für viele ältere Malchiner bedeute die zum Jahresende angekündigte Schließung des „Nah und Frisch“-Marktes. „Hier konnten sie dank der kurzen Wege noch allein ihren täglichen Einkauf erledigen“, heißt es in dem Brief. Marktbetreiberin Aurica Dickau hatte den Mietvertrag zwar von sich aus auslaufen lassen, aber auch mitgeteilt, dass sie sich an Spekulationen um dieses Gebäude und dessen Zukunft nicht beteiligen wolle.

Die Linke will jetzt Hauseigentümer Braasch zu einem Gespräch einladen. Malchin sei immerhin kein einfaches Pflaster, wenn man hier neu beginne, heißt es dazu in dem Offenen Brief.

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