SANIERUNGSPLÄNE

Löchrige Allee in Teterow soll neue Oberschicht bekommen

Als Teil des Radfernwegs Hamburg-Berlin soll die v.-Pentz-Allee in Teterow befestigt werden. Sie wird damit aber auch viel schmaler. Das finden nicht alle gut.
Ausspülungen und Pfützen in der v.-Pentz-Allee. Darüber ärgern sich die Teterower schon lange.
Ausspülungen und Pfützen in der v.-Pentz-Allee. Darüber ärgern sich die Teterower schon lange. Simone Pagenkopf
Teterow.

In der Teterower v.-Pentz-Allee ist mal wieder Schlängellauf angesagt. Der Regen in den letzten Tagen hinterließ tiefe Spuren und Pfützen. Aber das soll sich ändern. Als Teil des Radfernweges Hamburg-Berlin wird die Allee, sprich der Bereich, der Fußgängern und Radfahrern vorbehalten ist, in diesem Jahr erneuert. Eine wassergebundene Decke soll aufgebracht werden. Laut Radwegekonzept war vorgesehen, in diesem Zuge die Wegbreite von bisher rund sieben auf drei Meter zu reduzieren. Planer Gerd Strasen von der Ingenieurgruppe Teterow schlägt allerdings vier Meter vor. Aus optischer Sicht. Anliegen sei es jedoch, die Fläche für Wasseranfall so gering wie möglich zu halten.

Die Ausspülungen in der v.-Pentz-Allee und in der Folge immer wieder verstopfte Einläufe in der angrenzenden Goethestraße ärgern die Teterower schon lange. Die wassergebundene Decke soll im unteren Teil der Allee eingebaut werden. Es geht um rund 290 Meter. Zu beiden Seiten sind Rasenstreifen bis ran an die Bäume vorgesehen, die bei Regen das Wasser aufnehmen sollen. Die Allee zu befestigen, sei eine gute Sache, befanden die Mitglieder des Bau-, Verkehrs- und Wirtschaftsförderausschusses auf einer gemeinsamen Sitzung.

Durchfahrtsverbot wird immer wieder ignoriert

Allerdings bereitet die neue Wegbreite sichtlich Bauchschmerzen. Wolfgang Blanck (CDU) zum Beispiel ist damit gar nicht einverstanden. „Optisch verändert sich dann alles. Es verliert sich der Charakter einer Allee. Wir haben hier dann nur noch einen Heidbergsweg“, meint er. Johann Priwitzer (CDU) gibt indes zu bedenken, dass die Allee wieder zur Autostraße und kaputt gefahren wird, wenn man sie zu breit macht. Anlieger können sie queren, aber ansonsten besteht hier auch aktuell ein Verkehrsverbot. Nur werde das immer wieder ignoriert. Am Ende wurde in den Fachausschüssen mehrheitlich eine Wegbreite von fünf Metern vorgeschlagen. Als Kompromiss. Wobei Jürgen Wasner (CDU) einwandte, dass ja noch keiner weiß, was der Quadratmeter überhaupt kostet.

Für die Deckschicht gebe es verschiedene Anbieter, die versprechen, dass ihre Produkte ein Ausspülen verhindern. Angebote sollen eingeholt werden. Es müssten beim Einbau der Deckschicht die Vorgaben des Herstellers eingehalten werden, merkt Gerd Strasen schon mal an. Das schließe ein, dass das Material mit einer Feuchte von zehn Prozent angeliefert und auch eingebaut werden müsse. Dann sollte die Deckschicht bis zu drei Wochen liegen, damit die entsprechende Festigkeit erreicht wird. Dafür werde relativ trockenes Wetter gebraucht. Auch Fußgänger sollten in der Allee solange nicht unterwegs sein. Wenn alles wie gedacht läuft, könnte im Juni gebaut werden.

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