Das alte Chausseehaus am Abzweig Klein Roge wird dem künftigen Radweg entlang der Bundesstraße weichen müssen.
Das alte Chausseehaus am Abzweig Klein Roge wird dem künftigen Radweg entlang der Bundesstraße weichen müssen. Diese Planungsvariante jedenfalls favorisiert das federführende Straßenbauamt. Eberhard Rogmann
Zweifel an Terminplan

Lückenschluss für Radweg bei Teterow bleibt fraglich

Sechs Kilometer fehlen im Radweg zwischen Teterow und Güstrow. Die Lücke soll geschlossen werden, versichert das Straßenbauamt. Ein betroffener Grundstückseigentümer sieht indes keine Bewegung.
Teterow

Als ein Aufbruchssignal galt es in Teterow, als vor Jahresfrist das Straßenbauamt Stralsund seine ersten Planentwürfe für den Radweg entlang der B 104 vorstellte. Dabei geht es darum eine Lücke zwischen der Bergringstadt und dem Abzweig Klein Wokern zu schließen. Seit Jahren wurde dies immer wieder eingefordert. Zuletzt hatten sich Teterower direkt an den Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) gewandt. Offenbar schien Bewegung in die Angelegenheit zu kommen. Doch dieser Tage folgte die Ernüchterung. Hinter dem genannten Zeitplan steht wieder ein großes Fragezeichen. Der Anlass war fast nebensächlich.

Auf der Gemeinderatssitzung in Groß Wokern regte Ronald Hinkelmann an, die Gemeinde sollte auf den Zug aufspringen und überlegen, auf dem etwa 500 Meter langen Wegstück von der Ampelkreuzung an der Bundesstraße bis zur Einfahrt in das Gewerbegebiet Neu Wokern ebenfalls einen Radweg zu schaffen. Sein Vorschlag der Anbindung des Dorfes lief ins Leere. Denn der Weg verläuft größtenteils in der Gemarkung der Nachbargemeinde Groß Roge. Aufhorchen ließ indes die Bemerkung des Gemeindevertreters Udo Feldmann, dass er sobald nicht an einen Baubeginn glaube. Er berief sich auf die Informationsveranstaltung im November 2018 in Teterow. Dort hatte es geheißen, dass zunächst Eigentumsfragen zu klären wären. „Bei mir hat sich noch niemand in dieser Angelegenheit gemeldet. Dabei gehört uns kein unbedeutendes Stück der geplanten Radwegtrasse”, erklärte der Landwirt. Er gab seiner Skepsis Ausdruck, dass von einem in Aussicht gestellten Baubeginn im Herbst 2020 unter diesen Umständen wohl keine Rede sein könne.

Diese Bedenken entkräftet der Leiter des Straßenbauamtes Stralsund Ralf Sendrowski. „Die Aussage meines Mitarbeiters ist und war vollkommen korrekt. Das Wort ,zuvor' bezieht sich auf den Bau und nicht auf die Planung”, stellt er klar und erläutert die Verfahrensweise. Die Erfahrungen zeigten nämlich, dass für die Gespräche mit den Eigentümern ein gewisser Planungsstand erreicht sein muss. Damit habe man eine Grundlage für die Gespräche. Dazu werden die sogenannten Grunderwerbspläne erstellt, auf denen farblich und tabellarisch unterlegt ist, welche Grundstücke in welcher Größe benötigt oder beschränkt werden. „Dies sagt den Bürgern meist auch mehr, als eine technische Planunterlage. Diese Pläne stehen im Sommer 2020 zur Verfügung, so dass dann auch die Gespräche geführt werden können”, bekräftigt der Behördenleiter. Sollten diese Gespräche erfolgreich verlaufen, könne ein Baubeginn 2021 weiter ins Auge gefasst werden.

 

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